Neue Gesamtschule Finnentrop/Werdohl startet im Sommer 2019

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Stellten gestern die neue Gesamtschule Finnentrop/Werdohl vor (von links): Michaela Mehlich, Christiane Kampelmann-Springer, Michael Okon-Gerling, Birgit Schmidt, Monika Storm, Konrad Pewny, Sven Stocks, Dietmar Hess (hinten), Thorsten Vietor, Silvia Voßloh und Andrea Pingel.

Werdohl - Die neue Gesamtschule Finnentrop/Werdohl mit ihren Teilstandorten Bigge-Lenne-Gesamtschule (BLG) und Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) wird ihre Arbeit zum Sommer aufnehmen.

Eltern können ihre Kinder Ende Februar anmelden. Am Dienstag präsentierten das Steuerungsteam, die Schulleitungen, die Schuldezernenten und die Bürgermeister das zukünftige pädagogische Konzept. 

Bürgermeisterin Silvia Voßloh sprach von einem „Meilenstein.“ Für Werdohl bedeute dies den dauerhaften Erhalt der Gesamtschule mit der wichtigen Möglichkeit, in Werdohl das Abitur zu machen. 

Die Kooperation von zwei Gesamtschulen in einem Zweckverband ist ein Novum im Bereich der Bezirksregierung Arnsberg. Alle Beteiligten hatten nach eigener Aussage hart daran gearbeitet, um zu diesem Ergebnis zu kommen. 

Bürgermeister Hess lobte: „Das Ergebnis wird in beiden Kommunen komplett zum Erfolg führen.“ Die neue Schule trägt die Namen beider Kommunen, Finnentrop steht im Alphabet vor Werdohl. Beide Schulnamen und -standorte blieben so erhalten, schon allein aus Gründen des Marketings. Ein „Hin und Her des Kollegiums“ werde weitestgehend vermieden, für die Schüler gelte dies ohnehin. 

Neue Schule versteht sich als Teamschule 

Der kommissarische Schulleiter der AEG, Sven Stocks, sieht viele Gemeinsamkeiten. Im pädagogischen Konzept könnten sich beide Standorte gut wiederfinden. Die Zusammenarbeit sei sehr kollegial, im Leitbild der neuen Schule würden Gemeinsamkeiten wie Verständnis, Transparenz, Konsequenz und Nachhaltigkeit deutlich. 

Die neue Schule werde als Teamschule arbeiten. Das bestätigte die Finnentroper Schulleiterin Monika Storm. Das pädagogische Konzept münde nach der Genehmigung durch die Bezirksregierung in ein verbindliches Schulprogramm. 

Leitungsstelle wird öffentlich ausgeschrieben

Die Stelle der Schulleitung der neuen Gesamtschule werde öffentlich ausgeschrieben, sagte der für Werdohl zuständige Dezernent Michael Okon-Gerling. Die Funktion der stellvertretenden Schulleitung werde danach intern besetzt. 

Das Leitungsteam der zukünftigen Gesamtschule Finnentrop/Werdohl besteht aus zehn Personen: Dem Schulleiter, dem stellvertretenden Schulleiter, jeweils drei Stufen-Abteilungsleitern und je einer didaktischen Leitung. Okon-Gerling sagte zu, dass die Bezirksregierung den Stellenplan an der Obergrenze orientieren werde. 

Eine strukturelle Verstärkung des Leitungsteams sei zugesagt. An dem pädagogischen Konzept habe die Bezirksregierung mitgearbeitet, es werde ganz sicher genehmigt: „Alle wesentlichen Elemente einer modernen und zukunftsgerichteten Schule sind erfasst. Das Konzept ist ein gutes Fundament für die Schule und ausgesprochen belastbar.“ 

Michaela Mehlich ist designierte Oberstufenkoordinatorin in Finnentrop, in Werdohl versieht Konrad Pewny diese Aufgabe. Mehlich war es sehr wichtig, die Gesamtschule als eine Schulform für alle Kinder zu kennzeichnen. 

„Wir nehmen alle Kinder so auf, wie sie zu uns kommen“, sagte sie in Bezug auf das unterschiedliche Leistungsniveau von Fünftklässlern. Von den Gymnasien grenzte sie die Gesamtschule ab: „Die Fallhöhe ist dort sehr hoch“. 

Eine gute Bildungsmöglichkeit

Die für Finnentrop zuständige Dezernentin Christiane Kampelmann-Springer zeigte sich überzeugt, dass die neue Gesamtschule eine gute Bildungsmöglichkeit von Klasse fünf bis Klasse 13 bis zum Abitur biete. 

Konrad Pewny skizzierte für die zukünftige Oberstufe, dass nur ganz vereinzelt Schüler den Weg zwischen den beiden Schulstandorten aufnehmen müssten.

Durch den Zusammenschluss könne ein breiteres Kursangebot in der Oberstufe geschaffen werden. Finde ein Schüler seinen Kurs-Favoriten in der anderen Stadt, müsse er dafür möglicherweise fahren. 

Transparente Auswahl an der Realschule 

Die Schulanmeldetage sind in Werdohl an der AEG und der Realschule gleichzeitig vom 25. bis 27. Februar. Die AEG wird mit drei Zügen starten, die Realschule ist durch die Stadt Werdohl zukünftig auf zwei Züge begrenzt. 

Falls es hier mehr Anmeldungen gebe, trete ein transparentes Verfahren zur Auswahl in Kraft. AEG und BLG stellen sich zeitgleich am 26. Januar mit einem Tag der offenen Tür ihren zukünftigen Schülern und deren Eltern vor.

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