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Neue Feuerwehrhäuser: Bürger mit Einwänden

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Von: Volker Heyn

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Ein Blick von oben auf den Parkplatz neben dem Gewerbehof an der Neustadtstraße. Die meisten Stellflächen sind belegt.
Ein Blick von oben auf den Parkplatz neben dem Gewerbehof an der Neustadtstraße. Die meisten Stellflächen sind belegt. © Benecke

Vor Jahren war er einmal sachkundiger Bürger für die SPD im Ausschuss für Stadtplanung, politisch wollte er sich dann aber doch nicht langfristig einspannen lassen.

In letzter Zeit engagierte er sich als Privatsammler von Paul-Seuthe-Werken mit einem eigenen kleinen Museum. Thomas Benecke macht sich jedenfalls seine Gedanken über die Stadt Werdohl im Großen und rund um sein Haus an der Neustadtstraße im Kleinen.

Jetzt geht es Thomas Benecke um die Feuerwehr, den möglichen Neubau am Grasacker und die geplante Behelfsgarage neben dem städtischen Gewerbehof an der Neustadtstraße. Benecke hat sich mit einer Art Eingabe an den Bürgermeister, alle Fraktionen und diese Zeitung gewandt. Zusammengefasst hält er die Ausfahrt von Feuerwehrfahrzeugen vom Gewerbehof auf die stark befahrene Neustadtstraße für schwierig. Außerdem sieht er den Standort Grasacker für nicht für optimal an, er bringt stattdessen den Schützenplatz ins Gespräch.

Die neu bestellten Fahrzeuge sind zu groß

Wie berichtet, möchte die Verwaltung übergangsweise eine große Garage für die Fahrzeuge der Feuerwehr schräg gegenüber dem Feuerwehrhaus an der Neustadtstraße errichten. Die neu bestellten Fahrzeuge sind zu groß, sie passen nicht in die derzeitigen Hallen.

Benecke sieht an dem Standort vornehmlich Probleme mit dem fließenden Verkehr auf der Neustadtstraße. Bereits bei sechs vor der Ampel haltenden Fahrzeugen werde die Ausfahrt zum Parkplatz behindert. Das Problem werde sich vergrößern, wenn der Komplex von GF wieder als Produktionsstätte genutzt werde und es mehr Lkw-Verkehr an dieser Stelle gebe. Auch wenn die Hangbrücke an der Neuenrader Straße saniert wird, dürfte der Verkehr auf der Neustadtstraße erheblich zunehmen. Autofahrer aus beiden Richtungen könnten ausfahrende Feuerwehrfahrzeuge nicht gut sehen. Benecke: „Plötzlich ausfahrende Einsatzfahrzeuge könnten zu gefährlichen Situationen führen.“

Bedarfsampel soll Einsatzverkehr regeln

Die Verwaltung plant bekanntlich, den Einsatzverkehr mit einer zusätzlichen Bedarfsampel zu regeln. Auch davon hält Benecke nicht so viel: „Die Wirksamkeit dieser Ampel wird vermutlich überschätzt. Zeitweise würden Lkw oder Pkw im Wartebereich der Kreuzungsampel auf dem neuen Gehweg der Bedarfsampel stehen.“

Benecke macht sich eine Menge Gedanken: „Im Prinzip müsste der Verkehr talwärts auf der Neustadtstraße bereits ab dem Haus Nummer 29 durch eine Ampel bei der Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge vom Gewerbehof angehalten werden.“

Erheblicher Aufwand erforderlich?

Auch baulich sieht Benecke Probleme, um den Parkplatz vernünftig herzurichten, sei ein erheblicher Aufwand zu treiben. Dass es sich nach Beneckes Auffassung um einen „relativ kurzen Zeitraum“ der Nutzung handele, dürfte die Verwaltung anders sehen, hier rechnet man mit Jahren.

Alternativ schlägt Benecke vor, die Rolltore der bisherigen Unterkunft von der Innen- auf die Außenseite der jetzigen Ausfahrten zu verlegen. Damit würde man 55 Zentimeter gewinnen. Durch Bauelemente könnte man diesen Bereich noch weiter vergrößern.

Grasacker: Standort nicht optimal?

Den Standort Grasacker für das geplante Feuerwehrhaus hält Benecke für nicht optimal: „Wesentlich besser wäre die konsequente Trennung von An- und Abfahrt. Das könne man besser lösen, beispielsweise auf dem Schützenplatz. Dort könnten die Fahrwege so angelegt werden, dass sich anfahrende Pkw der Einsatzkräfte mit den ausfahrenden Feuerwehrfahrzeugen nicht kreuzen.

Viele Probleme vom Standort Neustadtstraße würden auf den Standort Grasacker übertragen, so ist seine Meinung. Bekannt ist tatsächlich, dass dort planerisch und baulich „schwierige Bedingungen“ herrschen. Benecke: „Schwierige Bedingungen bedeuten in der Regel höhere Baukosten. Ebenfalls scheint die Lärmentwicklung durch den regelmäßigen Übungs- und Wartungsbetrieb direkt neben einem Altenheim negiert zu werden.“

„Wertvolle Hinweise“ zu den Planungen

Thomas Benecke will laut eigener Aussage nicht belehren, sondern Anregungen geben. So schreibt er: „Ich hoffe, dass ich einige wertvolle Hinweise zu den Planungen geben konnte.“

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