Neue Lennebrücke erhält auch einen Radweg

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Projekleiterin Nadja Hülsmann erläuterte den Ustea-Mitgliedern, wann und wie die neue Ütterlingser Lennebrücke gebaut werden soll.

Werdohl - Bis Ende 2020 will der NRW-Landesbetrieb Straßenbau die neue Lennebrücke in Ütterlingsen in Betrieb nehmen. Das haben Klaus Gillmann, Projektleiter Planung beim Landesbetrieb, und Nadja Hülsmann, Projektleiterin Brückenbau beim Landesbetrieb, in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) noch einmal bekräftigt. Und sie haben weitere Details des geplanten Bauwerks mitgeteilt.

Nach Angaben von Diplom-Ingenieur Klaus Gillmann soll die neue Lennebrücke auf der Nordseite einen 2,50 bis 3 Meter breiten kombinierten Rad- und Fußweg erhalten, der auch entlang der B 236 bis zur Einmündung Inselstraße weitergeführt werden soll.

Die Politiker nahmen diese Nachricht zur Kenntnis, übten aber auch leise Kritik. „Wünschenswert wäre eine bessere Anbindung des Westparks gewesen“, fragte beispielsweise der Ausschussvorsitzende Jürgen Henke (SPD) nach, warum der Rad-/Fußweg nicht auf der anderen Brückenseite gebaut werden könne.

Neubau kostet 4,1 Millionen Euro

Thomas Schroeder, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus, klärte auf, dass durch die gewählte Variante ein längeres Stück Radweg durch den Landesbetrieb finanziert werde. Ein Radweg auf der anderen Seite der Brücke hätte also offenbar nur bis zur Schützenstraße gereicht, um damit den Westpark anzubinden.

Projekleiterin Nadja Hülsmann erläuterte dem Ausschuss, wie der Bau der etwa 4,1 Millionen Euro teuren neuen Brücke vonstatten gehen werde. Zunächst werde in diesem Herbst wenige Meter lenneaufwärts von der jetzigen Brücke eine Behelfsbrücke gebaut, über die der Verkehr dann auch wieder zweispurig fließen könne.

Auch die Behelfsbrücke werde einen behelfsmäßigen Radweg erhalten, damit der Radverkehr von der Altenaer Straße angebunden werden könne, berichtete die Projektleiterin.

Gesamtbauzeit: zweieinhalb Jahre

Nach dem für den nächsten Winter, spätestens aber das Frühjahr 2019 geplanten Abbruch der 62 Jahre alten, maroden und seit nunmehr vier Jahren nur noch einseitig befahrbaren Brücke werden dann Hülsmanns Angaben zufolge zunächst die Brückenpfeiler gebaut. Mit einem Kran werde später die neue Brücke in die Lücke über der Lenne eingehoben.

Die Gesamtbauzeit gab Hülsmann mit zweieinhalb Jahren an. Der vom Landesbetrieb Straßenbau kommunizierte Fertigstellungstermin Ende 2020 kann also allenfalls eingehalten werden, wenn tatsächlich noch in diesem Jahr mit dem Abriss der alten Brücke und ziemlich früh im Jahr 2019 mit dem Neubau begonnen werden kann.

Ein früherer Abbruch der alten Brücke sei nicht möglich, weil zuvor noch Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser verlegt werden müssten, die unter der Brücke verlaufen. Die Arbeiten dazu haben zwar schon begonnen, sind aber noch längst nicht abgeschlossen. Beispielsweise muss der Energieversorger Mark-E noch einen Düker zur Unterquerung der Lenne bauen, in dem die Leitungen zusammenlaufen.

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