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Neue Baustelle auf der B229: Arbeiten werden noch Jahre dauern

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Von: Volker Griese

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Im Bereich der Einmündungen zu den Firmen Stauff und Keim müssen Verkehrsteilnehmer auf der B229 derzeit wieder mit Wartezeiten rechnen, weil dort ein weiterer Abschnitt einer neuen Gasleitung verlegt wird.
Im Bereich der Einmündung zu den Firmen Stauff und Keim müssen Verkehrsteilnehmer auf der B229 derzeit wieder mit Wartezeiten rechnen, weil dort ein weiterer Abschnitt einer neuen Gasleitung verlegt wird. © Volker Griese

Das Versetal bleibt eine Baustelle: Die Arbeiten im Bereich Rutenpaul sind beendet, dafür lässt der Dortmunder Verteilnetzbetreiber Westnetz jetzt einen weiteren Abschnitt einer neuen Ferngasleitung im Bereich Ehrenfeld verlegen. Die gute Nachricht: Die Vekehrsbehinderungen sind überschaubar. Die schlechte Nachricht: Die Arbeiten an der Gasleitung dürften noch Jahre andauern.

Werdohl ‒ Seit Montag, 7. November, lässt Westnetz einen weiteren Abschnitt der Gasleitung durch das Versetal erneuern. Die Leitungstrasse zweigt im Bereich der Schellenbrücke in Richtung Verse von der Bundesstraße ab und verläuft anschließend über den langgezogenen städtischen Parkplatz zwischen B229 und Verse. Die Verkehrsbehinderungen halten sich in Grenzen, weil nur auf einem kleinen Abschnitt der Bundesstraße gearbeitet werden muss; der weitaus längere Bauabschnitt liegt auf dem Parkplatz, der deshalb vorübergehend nicht genutzt werden kann.

Die Arbeiten sind Teil eines großen Sanierungsprojektes, das Westnetz bereits seit 2020 durchführt. Auf einer Länge von rund acht Kilometern zwischen Bärenstein und dem Werdohler Rathaus werden im Versetal Gasleitungen erneuert, deren Alter Westnetz mit mindestens 60 Jahren angibt. Sie sollen vor 1958 verlegt worden sein. Die neue Leitung ist ein Ersatz für die bestehende und in die Jahre gekommene Leitung und soll die Möglichkeit der Gasversorgung der Region Werdohl in den nächsten Jahrzehnten sichern.

Etwa die Hälfte der Strecke sei bereits erneuert worden, teilte Westnetz-Sprecherin Jasmin Hennecke auf Nachfrage mit. Etwa 3,3 Kilometer der Hauptleitung seien noch zu bauen, davon ungefähr 2,7 Kilometer in der B229. Zusätzlich müsse noch ein Mal die Lenne und sechs Mal die Verse gekreuzt werden. „Des Weiteren sind noch zehn Anschlussleitungen zu erneuern und die Übergabestationen anzuschließen“, skizzierte Hennecke, wie umfangreich die Arbeiten immer noch sind. „Durch die schwierigen Randbedingungen im Versetal und die Vielzahl der noch auszuführenden Gewässerquerungen werden die Bauarbeiten noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen“, schilderte sie, dass sich Verkehrsteilnehmer und Anlieger auf noch lange andauernde Arbeiten und Verkehrsbehinderungen einstellen müssen.

Die größten Verzögerungen bei der Erneuerung der Gasleitung sind nach Westnetz-Angaben durch das verheerende Unwetter im Juli 2021 entstanden. „Über mehrere Monate konnten durch uns keine Arbeiten in der B229 ausgeführt werden, weil zu viele Beeinträchtigungen durch die Unwetterschäden entstanden waren, die zuerst beseitigt werden mussten“, erklärte Hennecke. Teilweise habe Westnetz die Verzögerungen aber durch Verlegungen an der Feuerwehr Eveking, in der Bachstraße und am Lenneufer vor dem Rathaus kompensieren können.

Die endgültige Wiederherstellung der Asphaltoberfläche der B229 zwischen Borbecke und Altenmühle sei zudem schon für die Sommerferien terminiert gewesen und habe kurzfristig um ein Jahr verschoben werden müssen. „Zudem haben uns die Corona-Einschränkungen in den vergangenen Jahren teilweise ausgebremst“, zählte Hennecke mehrere Gründe auf, warum die Arbeiten an der Gasleitung immer wieder ins Stocken geraten sind.

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