Neue Ausstellung: Christbaumständer aus alter Zeit

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Wolfgang Dunkel und Gisela Köster präsentieren einen der insgesamt 27 Christbaumständer, die noch bis zum 6. Januar im Kleinen Kulturforum zu sehen sind.

Werdohl - Wer einen Weihnachtsbaum aufstellt, braucht einen Ständer. Anfangs waren diese aus Holz. Ende des 19. Jahrhunderts kamen gusseiserne Ständer auf. Fortan wurden sie wiederverwendet, oftmals von Generation zu Generation vererbt.

27 besonders schöne Stücke aus den Jahren 1900 bis 1950 sind in den nächsten Wochen im Kleinen Kulturforum im Werdohler Bahnhof zu sehen. Am Sonntag eröffnete das Forum die Ausstellung mit einem Akkordeon-Konzert von Martina Kluge. 

„Die Handhabe dieser alten Ständer war gar nicht so einfach“, erinnert Heinz Rohe in seiner Einführung in die Ausstellung: „Der Stamm des Baumes passte selten auf Anhieb ins Rohr des Ständers.“ Äste entfernen, Stamm kürzen, schmaler schlagen oder mit Keilen ausstaffieren. Dann mussten im Liegen unter dem Baum die Flügelschrauben per Hand oder sogar Zange so festgedreht werden, dass der Baum gerade stand. 

Manches auf dem Trödelmarkt entdeckt

„Allein war diese Arbeit nicht zu bewältigen. In der Regel entschied die Frau des Hauses, ob der Baum gerade stand“, meinte Rohe mit einem Schmunzeln. 

Eine beachtliche Anzahl derartiger Baumständer haben die Werdohler Gisela Köster und Wolfgang Dunkel angesammelt. Erste bekamen sie vor rund 20 Jahren geschenkt. Manch weiteres Stück hatten sie auf Trödelmärkten entdeckt. Einige sind schlicht, viele üppig verziert. Puttenköpfe zieren die Flügelschrauben. Weihnachtliche Figuren und Szenen sind ebenso zu entdecken wie Liedtexte. 

Die Ausstellung ist bis zum Sonntag, 6. Januar, zu sehen. Das Kleine Kulturforum ist sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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