Neubau des NHZ auf der Königsburg macht Fortschritte

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Bauleiter Markus Zanger, Architektin Jutta Fiebig, Woge-Chef Ingo Wöste, Julia Hartmann vom Architekturbüro und Mietbetreuerin Birgit König (von links).

Werdohl - Im Inneren des imposanten Neubaus an der Oststraße hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Auch von außen ist der Baufortschritt am Nachbarschaftshilfezentrum auf der Königsburg auf Anhieb erkennbar.

„Wir sind gut vorangekommen“, bilanziert Markus Zanger, Bauleiter der Werdohler Wohnungsgesellschaft (Woge). Sogar während der echten Wintertage sei das Gebäude nicht verwaist gewesen. „Während dieser Zeit wurde der Aufzug eingebaut“, erklärt Zanger. Schon vorab waren mehr als 100 Fenster, mit Wärmeschutzverglasung nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet, eingesetzt worden. Das Treppenhaus ist mit Rauchschutztüren versehen worden, das Flachdach ist dicht und gedämmt.

Momentan ist im und am Woge-Neubau besonders viel Betrieb: 15 bis 20 Arbeiter sorgen an jedem Werktag dafür, dass der Zeitplan eingehalten wird – Ende des Jahres soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Mitarbeiter der Firma V + S Ausbausysteme GmbH aus Hemer sind dabei das Innenständerwerk einzubauen, die Beschäftigten der Firma PLM Stuck und Putz GmbH aus Iserlohn kümmern sich um den Außenputz, beziehungsweise dessen Farbe, und ein Team der Firma Volker Listringhaus GmbH aus Neuenrade ist nach und nach mit dem Einbau der sanitären Anlagen, der Elektrik und der Heizung beschäftigt. „Es ist eine Gasbrennwertheizung, die mit Solarunterstützung arbeitet“, berichtet Markus Zanger und ergänzt, dass auch das Wärmedämmverbundsystem kurz vor der Fertigstellung stehe.

In der ersten März-Woche sollen die Hausanschlüsse gelegt werden, Ende März dann alle Installationen fertiggestellt sein. „Ab April sind Estricharbeiten geplant. Im Mai oder Juni folgen die Fliesenarbeiten“, erklärt der Bauleiter. Dann fehlen noch Zimmertüren und der Vinylfußboden, für den noch keine Ausschreibung erfolgt sei. Ab Mai – wenn die Balkongeländer montiert sind und das Baugerüst demontiert ist – könnte dann auch mit der Herstellung der Außenanlage begonnen werden.

Wie berichtet, sollen im Nachbarschaftshilfezentrum auf der Königsburg 21 Wohnungen – mit einer Größe von 54 beziehungsweise 67 Quadratmetern – und eine Wohngemeinschaft mit acht Plätzen entstehen. Darüber hinaus ist in dem Gebäude unter anderem ein circa 130 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum mit Küche zu finden.

Zu jeder Wohnung gehört ein Kellerraum mit einer Größe von 6,5 Quadratmetern sowie ein Balkon in der gleichen Größe, berichtet Zanger. Im Keller ist ein großer Gemeinschaftswaschraum mit Trocknungsmöglichkeit entstanden, in den jeder Wohnungsmieter seine Waschmaschine stellen kann. „Wer das nicht möchte, kann den Anschluss im eigenen Badezimmer nutzen und dort seine Wäsche waschen“, sagt der Bauleiter.

Insgesamt hat das Gebäude vier Ebenen. Dazu gehört auch eine Tiefgarage, in der Stellplätze für zwölf Autos vorgesehen sind. Weitere sieben Stellplätze würden vor dem Gebäude geschaffen. „Wenn man bedenkt, dass auf diesem Grundstück einmal 18 Wohnungen standen, wird sich die Parksituation für die Anlieger der Oststraße auf jeden Fall verbessern“, stellt Birgit König fest. Sie ist bei der Woge für die Mieterbetreuung zuständig.

Diejenigen, die sich nicht mehr selbst hinters Steuer trauen, könnten den Werdohler Bürgerbus nutzen, um in die Stadt zu gelangen. „Er hält direkt vor dem Gebäude“, sagt König.

Nachdem sich bereits im vergangenen Jahr circa 40 Interessenten für die neu entstehenden Wohnungen gemeldet hätten, sei deren Zahl inzwischen noch weiter gestiegen. Ihnen möchte Birgit König demnächst ein Exposé zusenden. „Wenn dann weiterhin Interesse besteht, werden sie zu einem persönlichen Gespräch eingeladen“, kündigt sie an.

Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste weist in diesem Zusammenhang auf den geplanten Quartiersverein hin. Er erklärt: „Wir wünschen uns Mieter, die bereit sind, sich innerhalb des Hauses am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Wer gerne allein sein möchte, sollte sich überlegen, ob das Nachbarschaftshilfezentrum die richtige Wohnform für ihn ist.“

Von Carla Witt

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