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Neuartiger Maschinentyp: Einziges Vorführmodell Deutschlands steht im MK

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Von: Volker Griese

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In der Demofabrik Z4 der Firma Remmel an der Gildestraße konnte Technologieberater Uli Remmel (links) zahlreiche Unternehmensvertreter begrüßen und ihnen die deutschlandweit einzige Sala-Vorführmaschine präsentieren.
In der Demofabrik Z4 der Firma Remmel an der Gildestraße konnte Technologieberater Uli Remmel (links) zahlreiche Unternehmensvertreter begrüßen und ihnen die deutschlandweit einzige Sala-Vorführmaschine präsentieren. © Volker Griese

In der Demofabrik Z4 der Werdohler Firma Remmel an der Gildestraße ist am Mittwoch (30. März) offiziell eine linear aufgebaute Spindeldrehmaschine des italienischen Herstellers Sala in Betrieb gegangen. Es handelt sich dabei um die einzige Vorführmaschine dieses Typs in Deutschland.

Werdohl ‒ Bereits vor etwa einem halben Jahr hat die Firma Remmel ihre Demofabrik für die digitale Zerspanung eröffnet. Technologieberater Ulrich Remmel zeigt dort verschiedene Maschinen und Roboter in Betrieb, um Zerspanungsbetriebe von den Vorteilen der Digitalisierung ihres Betriebsablaufs zu überzeugen.

Mit der Drehmaschine Linea Spindel des norditalienischen Herstellers Sala wurde die Demofabrik nun komplettiert. Ulrich Remmel stellte sie Besuchern aus ganz Nordrhein-Westfalen, aber auch aus Süd- und Südwestdeutschland vor. „Unsere Besucher heute sind Vertreter sehr namhafter Firmen, sie repräsentieren etwa 25.000 Mitarbeiter“, sagte Remmel.

Diesen Repräsentanten versuchte er die Vorteile des neuen Maschinentyps näherzubringen. Bei dem linear aufgebauten Mehrspindler fährt das Werkstück an feststehenden Werkzeugen vorbei, während es bei herkömmlichen Rundtaktmaschinen genau andersherum ist.

Die lineare Anordnung bietet Remmel zufolge viele Vorteile wie etwa die Möglichkeit, auch die von der EU zukünftig geforderten bleifreien Metalle problemlos zu verarbeiten. Die italienische Maschine arbeite ressourcenschonend, präzise und wegen ihrer reduzierten Mechanik verschleißarm. Weitere Vorteile seien Rüstzeiten von weniger als 30 Minuten.

Obendrein sei der lineare Mehrspindler sehr flexibel einsetzbar. Es besteht nach Remmels Worten die Möglichkeit, auf den zwei Spindelpaaren sortenunrein zu fertigen oder parallel zu rüsten, während 50 Prozent der Fertigung noch läuft. Weil die CNC-Maschine relativ einfach zu bedienen sei, könnten Unternehmen, die sie einsetzen, damit auch dem Fachkräftemangel zumindest teilweise begegnen.

Mit Maschinen wie dieser plant Remmel die „Dreherei der Zukunft“, in der Material in einem intelligenten Verfahren zur rechten Zeit an den richtigen Ort transportiert wird und auch der restliche Prozess vollautomatisiert ablaufen kann. Für interessierte Unternehmen könne sein Unternehmen ein individuell angepasstes Technologiepaket schnüren, sagte Remmel.

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