Mehr als fünf Prozent Anstieg erwartet

Netzbetreiber Innogy und Mark-E: Steigt der Strompreis auch vor Ort?

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Symbolbild.

Werdohl/Neuenrade - Der Strompreis in Deutschland soll im kommenden Jahr um mehr als fünf Prozent steigen. Das haben anfang dieser Woche unter anderem die Vergleichsportale Verivox und Check24 bekannt gemacht. Wie es mit den Preisen vor Ort aussieht, hat eine Anfrage bei Mark-E und Innogy ergeben.

Mark-E und Innogy, die großen Netzbetreiber in Werdohl und Neuenrade, warten aber noch ab: Das haben die Versorgungskonzerne auf Anfrage bekannt gegeben. Weil die internen Kostenkalkulationen noch nicht abgeschlossen sind, ändere sich für Kunden der beiden Netzbetreiber vorerst nichts. Zum Jahreswechsel bleiben demnach die alten Strompreise aus 2019 bestehen.

Allerdings behalte man sich spätere Preisanpassungen vor, betonten Sprecher beider Unternehmen unabhängig voneinander. Grund für die Anpassungen sind gestiegene Umlagen und Netzgebühren. Unter anderem steigt zum Jahreswechsel die EEG-Umlage um rund fünf Prozent. Mit der EEG-Umlage wird bundesweit der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert.

Bei den Stadtwerken Werdohl, die in der Lennestadt ein Stromanbieter für Großabnehmer sind, steigt der reine Energiepreis ebenfalls nicht. Für den Abnehmer wird es aber dennoch teurer, weil auch hier die steigenden Umlagen zu Buche schlagen. Allgemein hagelte es vonseiten vieler Verbraucherschützer harsche Kritik an den Stromversorgern. Sie hätten dafür Sorge zu tragen, dass der Strompreis für den Abnehmer konstant bleibt.

Innogy als Stromversorger für Werdohl und Neuenrade erklärte dazu, dass der Strompreis des Unternehmens bereits seit 2013 stabil sei. Übrigens: Stromkunden der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG (ERR) sind ab sofort Kunden der Enervie. Wie gestern bekannt wurde, ist die ERR insolvent. Enervie springt nun ein, um die Versorgung mit Strom und Gas zu gewährleisten.

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