Nervosität hält sich noch in Grenzen

Robbie und Julia sind ineinander verliebt. Sie sind aber auch verlobt - leider nicht miteinander.

WERDOHL ▪ Der Hochzeitssänger Robbie und Julia, die er bei der Arbeit kennenlernt sind verlobt – allerdings nicht miteinander. Diese Situation ist Ausgangspunkt für eine turbulente Geschichte, welche die Realschüler als Musical auf die Bühne bringen wollen.

Robbie wird am Tag der Hochzeit von seiner Verlobten per Brief verlassen. Der Sänger fällt in eine Depression, was sich auf seine Arbeit auswirkt. Fortan werden alle Hochzeiten, bei denen er auftritt, zum Albtraum für die Hochzeitspaare. Julia versucht ihn aufzubauen – und beide verlieben sich ineinander. Sie kann sich allerdings nicht so recht zwischen ihrem Verlobten Glenn und dem schüchterneren Robbie entscheiden.

Seit September proben 40 Schülerinnen und Schüler eifrig an diesem Musical. Dabei ist die deutsche Version noch ziemlich frisch, erzählt Thorsten Leppert, der zusammen mit Barbara Bell die Proben leitet. Uraufgeführt wurde es vergangenes Jahr in Wien. Bell konzentriert sich dabei auf das Schauspiel, Leppert auf die Musik, die vom Schulorchester kommt, und den Gesang. Die Orchestermusiker seien fast alles „Eigengewächse“, zum Teil sogar Ehemalige. Gute Sänger zu finden sei dagegen nicht ganz so einfach gewesen. „Die Mädchen singen meistens gerne, die Jungs nicht so“, meint der Lehrer. Das Stück entstehe komplett in Eigenregie – die Schüler hätten das Stück aus Vorschlägen ausgewählt und erledigten alles, was anfällt, selbst.

Das Ganze ist sehr zeitaufwändig, auch durch einen sehr frühen Aufführungstermin. „Wir gehen ein bisschen auf dem Zahnfleisch“, sagt Leppert, „aber sie wollen es alle gut machen.“ Ein bisschen Sorge macht momentan noch Hauptdarstellerin Duygu Gönel, die frisch operiert ist, aber bis Freitag wieder fit sein sollte.

Dass das Stück viel Arbeit bereitet, sagt auch Hauptdarsteller Lukas Tigges (16). Er spiele zum ersten Mal Theater und neben den vielen Proben müsse er natürlich auch noch etwas für die Schule tun. Auf die Idee gekommen, mitzuspielen, sei er durch seinen Klassenlehrer Thorsten Leppert. 2011 habe er beim Musical im Orchester mitgespielt. Dieses Jahr ging Lukas zum Vorsingen – und bekam die Hauptrolle. Auf die Frage, ob er nervös sei, antwortet er: „Jein“. Er sei zwar erleichtert, dass das Ende in Sicht sei, auf der anderen Seite wolle er auf der Bühne natürlich gut sein: „Das hält sich die Waage.“

Aufgeführt wird das Musical am 9. und 10. März um 19 Uhr und am 11. März um 17 Uhr in der Aula der städtischen Realschule.

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