Herbst bringt Gefahren mit sich

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Mit Laub bedeckte Bürgersteige können schnell zur gefährlichen Rutschpartie werden. Das Ordnungsamt fordert daher Grundstückseigentümer zur Blätterbeseitigung auf. J

WERDOHL ▪ Der Herbst ist längst angebrochen und bringt neben Spaziergängen im rot-goldenen Wald, dem Kastaniensammeln oder dem Drachensteigen auch einige Unannehmlichkeiten mit sich. Neben Nebel und frostigen Temperaturen sorgt momentan auch viel Laub auf Bürgersteigen und Straßen für Probleme.

Denn diese bunte Blätterschicht kann schnell zu einer rutschigen Angelegenheit werden. Andrea Mentzel, Leiterin des Werdohler Ordnungsamts, empfiehlt Fußgängern daher bei leichten Steigungen und Frost auf die Straßen auszuweichen, um der Rutschgefahr zu entgehen. Auch wenn die Nutzung von Straßen für Fußgänger eigentlich nicht erlaubt sei.

„Außerdem fordern wir Grundstückseigentümer dazu auf, den Grünschnitt durchzuführen und das Laub von den Bürgersteigen zu entfernen“, erklärt Mentzel. Der Außendienst sei in dieser Jahreszeit auch verstärkt unterwegs, um Bürgersteige und Straßen zu kontrollieren. Doch auch verlorenes Erntegut und Erdklumpen verwandeln bei Regen oder Nebel den Straßenbelag schnell in eine rutschige Oberfläche.

Der ADAC weist außerdem daraufhin, dass im Herbst im Straßenverkehr verstärkt auf Wildwechsel zu achten ist. Wildtiere sind bei abnehmenden Tageslicht morgens später und am Abend früher unterwegs. Rund 2800 Verkehrsteilnehmer werden laut ADAC jährlich bei Wildunfällen verletzt. Taucht Wild auf der Fahrbahn auf, empfiehlt der ADAC sofort zu bremsen, gegebenenfalls abzublenden und zu hupen. Auf keinen Fall sollte der Autofahrer versuchen unkontrolliert auszuweichen. Kommt es zum Unfall, muss die Unfallstelle gesichert und die Polizei informiert werden.

Auch Nebel erschwert gerade im Herbst oft in den Morgen- und Abendstunden das Autofahren und sorgt für eingeschränkte Sicht. Daher sollte die Fahrgeschwindigkeit an die Sichtverhältnisse angepasst werden. Nicht zuletzt sollten Autofahrer bei den sinkenden Temperaturen rechtzeitig die Winterreifen aufziehen und Frostschutzmittel nachfüllen, sowie Kühl- und Scheibenwaschwasser und den Zustand der Batterie überprüfen.

Im Herbst sollte der Blick jedoch nicht nur auf die Straße gerichtet sein, denn die Gefahr kommt auch von oben. Bei Sturm und starken Winden sollte das Parken unter Bäumen vermieden werden, da das Risiko von herabfallenden Zweigen steigt. Die Feuerwehr Werdohl hat sich daher auf die Gefahren des Herbstes vorbereitet. Am Mittwochabend stand beim Arbeitsdienst der Wehr das Thema „Umgestürzte Bäume“ im Vordergrund. Anhand von Video-Material und Vorträgen wurde die Vorgehensweise bei der Entfernung von Bäumen besprochen. „Dabei wurden besonders die ausgebildeten Sägenführer angesprochen und darauf hingewiesen, worauf sie zu achten haben“, berichtete Hauptbrandmeister Frank Müller. Denn vor allem bei Bäumen, die nach dem Sturz unter Spannung stehen, sei besondere Vorsicht bei der Bergung geboten.

Von Alisa Kannapin

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