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Naturerlebnis Lennebogen: Planungsauftrag endlich vergeben

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Von: Volker Griese

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Der Bad Sassendorfer Landschaftsplaner Hans-Joachim Berger hat bereits ein Konzept für die Aufwertung des Rad- und Spazierweges entlang der Lenne entwickelt und Werdohler Politikern im Februar 2021 vorgestellt. Jetzt soll er auch die konkrete Planung vornehmen.
Der Bad Sassendorfer Landschaftsplaner Hans-Joachim Berger hat bereits ein Konzept für die Aufwertung des Rad- und Spazierweges entlang der Lenne entwickelt und Werdohler Politikern im Februar 2021 vorgestellt. Jetzt soll er auch die konkrete Planung vornehmen. © Griese, Volker

Der Vergabeausschuss der Stadt Werdohl hat in seiner Sitzung am Donnerstag Aufträge im Wert von etwas mehr als 350 000 Euro vergeben. Das Geld fließt in die Gesamtschule, in eine Kanalbaumaßnahme und in die Verschönerung des Stadtbildes.

Allein 203 000 Euro investiert die Stadt in die Sanierung des sogenannten Lennebogensammlers, eines Kanals im Bereich der Vossloh- und der Schlesingerstraße. In diesen Kanal, der früher einmal zur Entwässerung der Innenstadt diente, dringt seit einiger Zeit Fremdwasser ein. Die Ursache dafür hat die Stadt durch eine Untersuchung mit einer Videokamera herausgefunden: Während die Steinzeugrohre in einem verhältnismäßig guten Zustand sind und kaum Risse aufweisen, dringt durch undichte Rohrmuffen bei hohem Wasserstand der Lenne unerwünschtes Wasser in die Rohre ein.

Weil das nicht zuletzt die Kapazität der Kläranlage unnötig belastet, lässt die Stadt dort nun im sogenannten Inlinerverfahren einen kunstharzgetränkten Glasfaserschlauch in das Rohr einziehen, der die Muffen abdichtet. Den Auftrag dazu hat das Paderborner Unternehmen Lobbe Kanaltechnik erhalten.

Erneuerung der Lüftungsanlage der Gesamtschule

Darüber hinaus hat der Vergabeausschuss den Auftrag für Ingenieurleistungen zur Erneuerung einer Lüftungsanlage in der Albert-Einstein-Gesamtschule erteilt. Bei Arbeiten zur digitalen Ausstattung der Schule im vergangenen Jahr war aufgefallen, dass diese Anlage im naturwissenschaftlichen Bereich der Schule defekt ist. Die Stadt geht davon aus, dort etwa 750 000 Euro investieren zu müssen, rechnet aber auch mit einem Landeszuschuss in Höhe von 266 000 Euro. Bevor so viel Geld ausgegeben wird, soll nun die Finnentroper Ingenieurgemeinschaft CTI für 118 000 Euro die genaue Planung vornehmen.

Und dann hat der Ausschuss endlich auch den Auftrag zur Planung des Projektes „Naturerlebnis Lennebogen“ vergeben. Diese Entscheidung war in der Sitzung Ende März noch aufgeschoben worden, weil es bei einigen Angeboten noch Klärungsbedarf gegeben hatte. Den Zuschlag hat jetzt das Planungsbüro Berger aus Bad Sassendorf erhalten, das im vergangenen Jahr auch schon einmal ein Konzept für eine Aufwertung des beliebten Rad- und Spazierweges zwischen dem Parkplatz an der Goethestraße und dem Ütterlingser Bahntunnel entwickelt hatte. Es kann also vermutet werden, dass sich dieses Konzept, das unter anderem eine Aussichtsplattform in Form eines Schiffs über der Soppe-Mündung vorsah, in wesentlichen Teilen nun auch in der konkreten Planung wiederfinden wird. Für die Planungsleistungen wird die Stadt rund 33 000 Euro aufwenden müssen.

Es gibt Fördermittel vom Land

Insgesamt stehen für die Maßnahmen 241 000 Euro Landesmittel zur Verfügung. Damit sollen alle Kosten abgedeckt sein.

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