Besondere Herausforderung

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Natalia Lel mit ihrer Tochter Laura in dem Spielhaus, das demnächst auch die Tagespflegekinder nutzen können. Die 33-jährige hat sich intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet und alles ganz genau geplant.

Werdohl – „Es ist eine wirklich große Verantwortung. Deshalb habe ich mir sehr genau überlegt, ob ich als Tagesmutter arbeiten möchte“, sagt Natalia Lel. Ab August wird die 33-jährige Werdohlerin zwei Kleinkinder betreuen.

Eher zufällig habe sie mitbekommen, dass Tagespflegepersonen gesucht werden. Sie sei augenblicklich hellhörig geworden: „Ich bin sehr gerne mit Kindern zusammen und konnte mir sofort vorstellen, dass das etwas für mich sein könnte.“ 

Als Mutter von zwei eigenen Kindern hat die 33-Jährige schließlich Erfahrung im Umgang mit dem Nachwuchs. Doch übers Knie brechen wollte die Werdohlerin nichts. „Ich habe länger als ein Jahr überlegt, bevor ich mich zu der Ausbildung entschlossen habe“, erzählt sie. Nicht nur mit ihrem Ehemann, sondern auch mit ihren Kindern Mark (elf Jahre) und Laura (sieben Jahre) habe sie gesprochen. „Mark hat überhaupt nichts dagegen und Laura freut sich sehr auf das Tagespflegekind. Sie möchte gerne helfen“, berichtet Natalia Lel lächelnd. 

Im Januar startete die Qualifizierungsmaßnahme der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Der Kursus umfasst 160 Stunden und endet mit einer Prüfung. Der Unterricht findet alle zwei Wochen statt, jeweils freitags und samstags. „Wenn man eigene Kinder hat, weiß man natürlich schon so einiges“, erzählt Natalia Lel lächelnd. „Aber man kann noch dazu lernen.“ 

Im Juli wird sie die Qualifizierungsmaßnahme beenden, ab August möchte sie dann als Tagesmutter einsteigen. Arbeit gibt es genug: Bereits zwei Tagespflegekinder sind angemeldet worden – obwohl die Werdohlerin bisher nicht für sich geworben hat. „Die Eltern haben wohl erfahren, dass ich den Kursus besuche. Sie haben mich einfach angesprochen“, hat Natalia Lel schon jetzt festgestellt, dass der Betreuungsbedarf groß ist. 

Bevor sie das erste Pflegekind begrüßen kann, hat sich die 33-Jährige noch einiges vorgenommen: Eigens für die Betreuung möchte sie gemeinsam mit ihrem Mann die Einliegerwohnung im Haus umgestalten. Kindgerechte Räume, viel Platz und ein Ruhebereich sollen dafür sorgen, dass sich ihre Schützlinge demnächst rundum wohlfühlen. Bei schönem Wetter können die Kinder die Terrasse und den Garten samt Spielhaus und Mini-Rutsche nutzen: „Dort können sich die Kinder dann auch richtig austoben“, sagt die zukünftige Tagesmutter. Lächelnd stellt sie fest: „Ich freue mich richtig auf die neue Aufgabe.“

Im Stadtgebiet sind bisher acht Tagesmütter aktiv. Die Redaktion stellt im Rahmen einer kleinen Serie einige dieser qualifizierten Werdohlerinnen vor. Weitere Tagespflegepersonen werden gesucht. Informationen zur Qualifizierungsmaßnahme finden sich im Internet unter www.awo-ha-mk.de/kindertagespflege. Zudem gibt Fachberaterin Daniela Wall gerne Auskunft unter der Rufnummer 01 73 /2 73 12 83, E-Mail kindertagespflege-werdohl@awo-ha-mk.de.

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