Probleme mit Rasern

Nächtliche Rennen auf der Gildestraße: Anwohner genervt

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Die WBG-Ratskandidaten Klaus-Dieter Frick, Thorsten Hänel und Andreas Wäscher (von rechts) hören Feldstraßen-Anwohnerin Stefanie Leibhold zu. Vom ihrem Schlafzimmer und vom Balkon der Familie Hoffmann aus (Foto) sind Nacht für Nacht Autorennen auf Gildestraße, Gewerbestraße und Bundesstraße zu hören.

Werdohl – Die Anlieger der letzten Häuser an der Feldstraße Höhe Hausnummer 100 bringt nächtlicher Motorenlärm um den Schlaf. Auf Gilde- und Gewerbestraße sowie auf der Bundesstraße am Kettling würden Nacht für Nacht und natürlich besonders am Wochenende Rennen gefahren.

Das unregelmäßige Aufheulen von Motoren in der warmen Jahreszeit sei kaum noch auszuhalten, sagen Jan Hoffmann und Stefanie Leibhold. 

Die Anlieger der Häuser Feldstraße 101 und 103 wandten sich deshalb an die Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG). Fraktionsvorsitzender Thorsten Hänel, Ratsmitglied Klaus-Dieter Frick und Andreas Wäscher bewerben sich allesamt um einen Sitz im neuen Werdohler Rat. Da war die Idee nicht weit, die Entgegennahme der Beschwerde vor den Bürgern an die Bürgermeisterin Silvia Voßloh (CDU), die am Donnerstag auch vor Ort war, weiterzuleiten. 

Fahrten sollen stark zugenommen haben

Hoffmann und Leibhold waren sich einig, dass die Rennfahrten stark zugenommen haben. Ihren Beobachtungen zur Folge treffen sich Autofahrer im McDonalds im Gewerbegebiet. „Und irgendwann danach geht es los“, so Hoffmann. In endlosen Schleifen würden immer dieselben Autos mit aufheulenden Motoren über Gilde- und Gewerbestraße fahren. Nachts und an den Wochenende parken dort keine Autos an den Rändern, so sei die Bahn frei für lange Sprints mit hohen Umdrehungen. 

Jan Hoffmann ist noch einigermaßen jung: „Ich war ja auch mal 18. Wenn es mal einer ist, der schnell und laut fährt, okay. Aber das hier ist echt extrem.“ Nachbarin Stefanie Leibhold sieht das auch so: „Die fahren immer Schleifen bis kurz vor Kracht. Das geht in einer Tour durch bis weit nach Mitternacht.“ 

Mit Firma Menshen keine Probleme

Klagen über Lärm vom Fabrikgelände der Firma Menshen direkt gegenüber gibt es hingegen nicht mehr. Am späten Nachmittag und an den Wochenenden werde nicht gearbeitet und wenn es mal zu laut werde, genüge ein Anruf. Thorsten Hänel freute sich, dass hier ein Konsens gefunden worden ist. 

Die Bürgermeisterin war im Thema und hatte schon Kontakt mit der Polizei aufgenommen. Dort lägen aber keine Beschwerden vor. Voßloh sagte, dass sie von Berichten über Raser auf der Bundesstraße wisse. Dass sich das Renngeschehen auch auf der Gildestraße abspiele, sei neu für sie. Das Ordnungsamt messe derzeit die Geschwindigkeiten und Fahrzeugbewegungen auf der Bundesstraße am Kettling. Danach werde das Gerät an Gilde- und Gewerbestraße aufgestellt. Die Auswertung werde mit der Polizei besprochen. 

Mechanische Hindernisse als Option?

Andreas Wäscher von der WBG war überzeugt, dass nur mechanische Hindernisse auf der Straße vor dem Schnellfahren schützen würden.

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