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Nächster Schritt auf dem Weg zum „Naturerlebnis Lennebogen“

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Von: Volker Griese

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Der Bereich an der Altenaer Straße könnte nach den Vorstellungen des Planungsbüros Berger naturnah mit Blühstreifen und einer neuen Baumallee gestaltet werden. Auch Ruhebänke hätten dort ihren Platz.
Der Bereich an der Altenaer Straße könnte nach den Vorstellungen des Planungsbüros Berger naturnah mit Blühstreifen und einer neuen Baumallee gestaltet werden. Auch Ruhebänke hätten dort ihren Platz. © Planungsbüro Berger

Die Stadt hat die Planungsleistungen für die Umsetzung des Konzeptes „Naturerlebnis Lennebogen“ ausgeschrieben. Damit kann die Neugestaltung des Bereichs zwischen dem Parkplatz an der Goethestraße und dem Ütterlingser Bahntunnel nun konkrete Gestalt annehmen. Am Montag wird sich auch der Stadtrat mit dem Thema befassen.

Werdohl ‒ „Seit dem Ende der vergangenen Woche haben wir Gewissheit, dass wir Fördermittel aus dem Programm Grüne Infrastruktur NRW erhalten“, sagte Fachbereichsleiter Thomas Schroeder am Dienstag auf Nachfrage. Aus diesem Programm fördert das Land Nordrhein-Westfalen Maßnahmen, die auf die nachhaltige Verbesserung der Klima- und Umweltbedingungen abzielen. Mit den Fördermitteln sollen Grün- und Freiraumelemente für viele Funktionen geschaffen, vernetzt und aufgewertet werden. Die Stadt Werdohl kann mit einer Zuwendung in Höhe von rund 241.000 Euro rechnen. Damit sollen alle Kosten abgedeckt sein.

„Für die Stadt Werdohl ist das natürlich eine absolut schöne Nachricht“, sagte Thomas Schroeder, der im Rathaus den Fachbereich Bauen und Immobilienmanagement leitet und in dessen Zuständigkeitsbereich auch Umweltschutz und Stadtplanung fallen. Schroeder ist aber auch bewusst, dass die Bewilligung der Fördermittel zum jetzigen Zeitpunkt „eine sportliche Abwicklung“ bedeutet, wie er es ausdrückte. Denn: Die geplanten Maßnahmen müssen bis Ende dieses Jahres durchgeführt werden. „Deshalb müssen wir ordentlich Gas geben“, sagte Schroeder.

Damit hat die Stadt allerdings auch schon begonnen, indem sie die Ratsmitglieder schon vor der Sitzung am nächsten Montag die näheren Informationen zu dem Projekt gegeben hat, die die CDU-Fraktion im Rahmen der Haushaltsplanverabschiedung am 21. Februar gefordert hatte. Dadurch hat die Verwaltung das Ausschreibungsverfahren für die Vergabe der Planungsleistungen für das „Naturerlebnis Lennebogen“ schon deutlich vor der März-Sitzung des Rates starten können. „Ansonsten wäre es nicht möglich, wie geplant in der März-Sitzung des Vergabeausschusses über die Vergabe der Planungsleistungen entscheiden zu lassen“, begründet die Verwaltung in einem Beratungspapier für die Ratssitzung am Montag. Die nächste Möglichkeit, den Auftrag für die Planungsleistungen zu vergeben, hätte es erst wieder im Mai gegeben.

Hotspot für Freizeit und Naherholung mit Bezug zu vier Elementen

Für den Bereich der Lenne zwischen dem Parkplatz an der Goethestraße und dem Ütterlingser Tunnel gibt es mit dem „Naturerlebnis Lennebogen“ ein Konzept des Bad Sassendorfer Planungsbüros Berger, das die Politik auch schon gebilligt an. Aufbauend auf bereits durchgeführten gestalterischen Maßnahmen sollte das von der Stadt beauftragte Planungsbüro insbesondere das Naturerlebnis und den bewussten Umgang mit der Natur thematisieren und einen zusammenhängenden Erlebnisbereich entstehen lassen. Die einzelnen Elemente sollen zu einem Hotspot für Freizeit und Naherholung am Lenneufer vereint werden. Dabei sollten Bezüge zu den vier Elementen Wasser, Licht/Luft, Feuer und Erde hergestellt werden. So könnte der Lennebogen-Bereich beispielsweise mit einer Aussichtsplattform in Form eines Schiffs über der Soppe-Mündung aufgewertet werden. Um dieses in Gänze in die Realität umzusetzen, hat die Stadt jetzt die Zusage von Fördermitteln erhalten.

In Anbetracht des Zeitdrucks, unter dem die Stadt steht, wäre das wohl zu spät gewesen. Denn mit der nun bevorstehenden Vergabe der Planungsleistungen kann mit den Arbeiten am Lenneufer noch keineswegs begonnen werden. Jetzt wird zunächst ein Planungsbüro beauftragt, für schätzungsweise 30.000 Euro eine Ausführungsplanung für das „Naturerlebnis Lennebogen“ zu erstellen. Daran anschließen wird sich nach Darstellung von Fachbereichsleiter Schroeder die Beteiligung der Naturschutz- und der Wasserbehörden. Erst wenn alle Beteiligten ihre Zustimmung gegeben haben, kann mit den Baumaßnahmen und Anpflanzungen, die die Grünanlagen an der Goethestraße mit dem Westpark verbinden sollen, begonnen werden.

Aber ist all das in den nach der Vergabe der Planungsleistungen verbleibenden neun Monaten des Jahres überhaupt zu schaffen? Schroeder ist zuversichtlich. Notfalls müsse eben auch außerhalb der eigentlichen Pflanzzeit im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden, sagt er. „Pflanzen kann man auch im Sommer. Dann muss man eben mehr wässern“, ist der Fachbereichsleiter guter Dinge.

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