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Nächster Großauftrag für Vossloh: Betonschwellen für Australien

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Von: Markus Wilczek

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Betonschwellen für das australische Schienennetz: Der Vossloh-Konzern darf sich über seine Tochterfirma Austrak über einen weiteren Großauftrag freuen.
Betonschwellen für das australische Schienennetz: Der Vossloh-Konzern darf sich über seine Tochterfirma Austrak über einen weiteren Großauftrag freuen. © Asley Roach

Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh mit Stammsitz in Werdohl hat einen weiteren Großauftrag in Australien zur Lieferung von Betonschwellen erhalten.

Die Produktion und Lieferung der Schwellen übernimmt die australische Tochtergesellschaft Austrak Pty Ltd.

In den kommenden drei Jahren wird Vossloh aus seinem Werk in Rockhampton (Queensland) heraus die Betonschwellen an die staatliche Bahngesellschaft Queensland Rail (QR) liefern. Diese betreibt das rund 6 600 Kilometer lange Eisenbahnnetz im australischen Bundesstaat Queensland. Mit dem Ziel der Leistungsverbesserung und der Erhöhung der Zuverlässigkeit des Schienennetzes führt QR seine umfangreichen Modernisierungen mit diesem Auftrag fort. Hierbei spiele auch der sukzessive Ersatz von Holzschwellen durch neue, langlebigere Betonschwellen eine wichtige Rolle, teilte Vossloh mit. Laut des börsennotierten Konzerns hat das Umsatzvolumen eine Größenordnung von 15 Millionen Euro.

„Führende Marktposition“ gefestigt

„Wir freuen uns sehr, dass wir unsere traditionsreiche Geschäftsbeziehung mit Queensland Rail unter dem jetzt gewonnen Rahmenvertrag fortsetzen werden. Das ist ein eindrucksvoller Vertrauensbeweis seitens unseres Kunden und festigt darüber hinaus unsere führende Marktposition in Australien“, sagt Jan Furnivall, Chief Operating Officer der Vossloh AG.

Vossloh hatte das 1980 gegründete Unternehmen Austrak Pty Ltd. mit seinen rund 140 Mitarbeitern 2018 für 32 Millionen Euro gekauft.

Erster Großauftrag im Sommer 2019

Im Sommer 2019 durfte sich Vossloh dann über den ersten Großauftrag freuen. Bis 2020 sollten etwa 280 000 Betonschwellen hergestellt und ausgeliefert werden. Die Schwellen werden für die Eisenerzmine Koodaideri des Bergbaukonzerns Rio Tinto in der Region Pilbara im Nordwesten Australiens geliefert. Die Eisenerzmine, die ihre Produktion Ende 2021 aufnehmen soll, wird durch den Bau einer zusätzlichen Bahnstrecke mit dem bestehenden Schienennetz von Rio Tinto verbunden.

Es läuft rund für Vossloh

Mit dem nächsten Australien-Deal läuft es für Vossloh geschäftlich weiterhin rund. Im August hatte der Verkehrstechnikkonzern einen umfassenden Rahmenvertrag für Weichen und Kreuzungen in Norwegen mit einem Auftragswert von rund 80 Millionen Euro gewonnen. Im Juli hatte Vossloh auf dem niederländischen Markt expandiert und das Bahninfrastruktur-Unternehmen ETS Spoor B.V. gekauft. Ebenfalls im Juli hatte Vossloh die Zahlen eines starken ersten Halbjahres präsentiert. Mit 462,6 Millionen Euro lag der Konzernumsatz um knapp 18 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Diese positive Entwicklung sei von allen Geschäftsbereichen getragen, wobei das am Stammsitz Werdohl angesiedelte Geschäft mit Schienenbefestigungssystemen das mit Abstand höchste absolute Umsatzwachstum erzielt habe, hieß es damals.

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