Nächste Woche werden Schlaglöcher begutachtet

Auf der Straße Grasacker wird die Deckschicht saniert, andere müssen warten.

WERDOHL ▪ Welche Straßen sind mit Schlaglöchern übersät? Wo ist akuter Handlungsbedarf? Und wie kann die Asphaltdecke wieder in Schuss gebracht werden? Antworten auf diese und weitere ähnlich gelagerte Fragen soll eine in der kommenden Woche anstehende Ermittlung des Straßenzustandes geben, die durch den Baubetriebshof erfolgt.

„Wir gucken, wie hoch der Unterhaltungsaufwand ist“, will Bauingenieur Martin Hempel die Grundlage für weitere Maßnahmen liefern. Mit den Ergebnissen in der Hand werden dann die Mitglieder der Sanierungskommission beraten, welche Schlaglöcher als erstes beseitigt werden müssen. Denn: „Es gibt viele Straßen, die schadhaft sind“, weiß Hempel.

An Schäden mangelt es nicht, vielmehr an Geld. So muss ein Straßennetz von insgesamt rund 65 Kilometern irgendwie mit 350 000 Euro in Schuss gehalten werden. Dieser Betrag steht für Straßenreparaturen im Haushalt für dieses Jahr. Hinzu kommen noch Einzelmaßnahmen, wie eine Sanierung der Straße Grasacker, wofür 130 000 Euro veranschlagt sind, oder auch 60 000 Euro für die Bogenstraße.

Die Strategie für die allgemein jetzt anstehenden Straßenreparaturen ist klar: „Es sollen großflächige Lösungen bevorzugt werden“, weiß Bauingenieur Hempel. Der Finanznot geschuldet sein wird aber, dass es einen Ablaufplan für dieses Vorgehen geben soll. Bedeutende und zudem extrem beschädigte Straßendecken sind zuerst am Zug. Für andere könnte dann schon kein Geld mehr vorhanden sein. Die Verkehrssicherheit soll aber auf dem gesamten Stadtgebiet hergestellt werden beziehungsweise bleiben. Auch Bürgersteige sind hier im Blick.

Dass selbst mit einer neuen Asphaltschicht die Straße für einige Jahrzehnte aus dem Blick geraten wird, ist jedoch nicht der Fall. Hempel: „Wir können nicht in die Tiefe der Straße gehen und nachhaltig etwas machen. Das können wir uns nicht leisten.“

Die Bürger sind natürlich von den schlechten Straßenverhältnissen nicht sonderlich begeistert. Dennoch ist der Baubetriebshofmitarbeiter froh darüber, dass viele sachliche Meldungen von Schäden eingehen. Schließlich seien nicht nur die Autofahrer unglücklich über die Situation, sondern auch die Verantwortlichen bei der Stadt. „Wir sind auch nicht zufrieden.“

Der jetzt ausklingende Winter war zwar schneereich, doch für die Straßen nicht problematischer als andere. „Das Problem ist, dass die Straßen schon vorher größere Schäden hatten.“ Hempel wird daher in der kommenden Woche die Folgeschäden inspizieren.

Marco Fraune

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare