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Nächste Hiobsbotschaft für Reisende im MK: IC-Start verzögert sich

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Von: Volker Griese

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Eigentlich sollte der neue Intercity ab Sonntag durchs Lennetal fahren. Jetzt verzögert sich der Start der Linie.
Eigentlich sollte der neue Intercity ab Sonntag durchs Lennetal fahren. Jetzt verzögert sich der Start der Linie. © Georg Wagner

Die Sperrung der A45 im Bereich der Rahmedetal-Brücke stellt Verkehrsteilnehmer in der Region seit gut einer Woche auf eine harte Probe. Jetzt ist noch eine weitere Hiobsbotschaft hinzugekommen: Der eigentlich für Sonntag, 12. Dezember, geplante Start der neuen Intercity-Linie durch das Lennetal wird sich verzögern. Das hat die Deutsche Bahn am Donnerstag mitgeteilt.

Lennetal ‒ Die aufgrund von Brückenschäden erforderlich gewordene Sperrung der Autobahn 45 zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord sorgt seit Mittwoch, 1. Dezember, für gigantische Staus in der Lüdenscheider Innenstadt und lange Umwege für viele Verkehrsteilnehmer in der Region.

Der eine oder andere könnte da mit großen Erwartungen auf den 12. Dezember geblickt haben, denn dann sollte die neue Intercity-Linie 34 der Deutschen Bahn ihren Betrieb aufnehmen. Reisenden eröffnet sich damit eine zusätzliche Möglichkeit schnell und direkt Metropolen und Regionen in Hessen und NRW und sogar die Nordseeküste zu erreichen. Doch daraus wird nun erst einmal nichts. Die Reparaturen an der Bahnstrecke im Lennetal zögen sich entgegen den bisherigen Erwartungen in die Länge, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag mit.

Die Flutkatastrophe im Juli hat die Ruhr-Sieg-Strecke massiv beschädigt, die Infrastruktur war auf einer Länge von rund 30 Kilometern völlig zerstört. Um die Strecke schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen, hat die Bahn zeitgleich die unterspülten Gleise neu aufgebaut und das überflutete Stellwerk bei Hagen mit seinen zahlreichen Innen- und Außenanlagen neu errichtet. „Allein dafür müssen rund 3500 einzelne Kabeladern an Signale, Weichen und Zugsicherungssysteme angeschlossen werden“, teilte die Bahn mit. Großgeräte haben rund 200.000 Tonnen Schotter ausgetauscht, weitere 60.000 Tonnen Schotter zusätzlich eingearbeitet.

Bei den Probeschaltungen für die Inbetriebnahme des Stellwerks und der Strecke haben die DB-Experten jetzt sogenannte Erdschlüsse – das sind kleine Kurzschlüsse in einzelnen Adern der Signalkabel – identifiziert. „Diese Schäden müssen zunächst behoben werden, bevor Züge sicher über diesen Streckenabschnitt fahren können“, teilte ein Bahn-Sprecher mit. Deshalb verschiebe sich die Inbetriebnahme der Strecke um eine Woche auf den 20. Dezember. 

Dies wirkt sich natürlich auf den Zugverkehr aus. Die neue Fernverkehrslinie von Frankfurt/Main über Siegen und durch das Lennetal nach Dortmund beziehungsweise Münster wird zunächst nur mit einem teilweisen Angebot zwischen Frankfurt und Siegen verkehren. Der einmal täglich bis Norddeich-Mole fahrende Intercity dieser Linie beginnt beziehungsweise endet in Münster. Zwischen Siegen und Dortmund ist ein direkter Schienenersatzverkehr ohne Zwischenhalte geplant.

Für den Regionalverkehr wird für die Tage bis zum 20. Dezember ein Schienenersatzverkehr organisiert. Hiervon sind die von Abellio bedienten Linien RB 91 und RE 16 betroffen. „Ab 20. Dezember – rechtzeitig zur Weihnachtswoche – wird dann der planmäßige Verkehr aufgenommen“, verspricht die Deutsche Bahn nun.

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