Nachwuchsprobleme bei der Werdohler Wehr

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Uwe Stracke, Kai Tebrün und Andreas Wäscher geehrt. Dieter Schmittke und Walter Munzig sind 35 Jahre dabei. Heinrich Dittmann feierte 40-jähriges Dienstjubiläum.

WERDOHL ▪ „Das wird uns noch reichlich beschäftigen“, stellte Stadtbrandinspektor Manfred Theile am Samstag beim Kameradschaftsabend im Festsaal Riesei fest. Gemeint ist der kritische Personalstand der freiwilligen Feuerwehr Werdohl.

Zum ersten Mal habe es mehr Austritte als Eintritte gegeben. „Das Defizit kann durch die Nachrücker aus der Jugendfeuerwehr nicht aufgefangen werden“, sagte der Stadtbrandinspektor. So setzt der demographische Wandel auch der Werdohler Wehr zu. „Die Feuerwehr sollte immer ein Querschnitt der Bevölkerung sein, die sie schützt“, ergänzte Theile. In Werdohl treffe das nicht mehr zu.

Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath schloss sich seinem Vorredner an. „Die Probleme der Zeit liegen vor uns, die werden wir aber auch lösen.“, sagte Blumenrath. Er forderte zu mehr Mut zur Zukunft auf. Denn das lohne sich ganz bestimmt, so der Kreisbrandmeister.

Manfred Theile hatte auch Gutes zu berichten. Bis Ende des Jahres, spätestens jedoch Anfang des Jahres wird es für die Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen geben. Die Auslieferung der zwei Löschfahrzeuge, die sich zurzeit in Bau befinden, ist für Februar geplant. „Wir haben also noch einiges zu erwarten“, freute sich der Stadtbrandinspektor.

Ein Dank galt von seiner Seite aus besonders Rat und Verwaltung für die gute Ausstattung der Wehr – trotz finanziell schlechter Zeiten. Bürgermeister Siegfried Griebsch gab den Dank zurück: „Das Ehrenamt ist nicht selbstverständlich“. Er lobte das große Engagement der Aktiven.

Der gute Ruf der Werdohler Feuerwehr liegt wohl auch an den zahlreichen erfahrenen Blauröcken. Sechs von ihnen wurde beim Kameradschaftsabend für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt.

Diese Aufgabe übernahm Bürgermeister Siegfried Griebsch persönlich. Eine Ehrenurkunde der Stadt überreichte er an den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Heinrich Dittmann. Der feierte am Samstag sein 40-jähriges Dienstjubiläum.

Sechs Kameraden schieden dagegen aus dem aktiven Dienst aus. Sie wurden offiziell in die Alters- und Ehrenabteilung überstellt.

Nach dem offiziellen Teil konnte dann gefeiert werden, denn der Kameradschaftsabend sollte vor allem auch die Familien für die häufige Abwesenheit der Feuerwehrleute entschädigen. Am kalt-warmen Büfett gestärkt genossen die Gäste das kurzweilige Programm. Martin Prüfer kümmerte sich dabei um die richtige Musik.

Da der Kameradschaftsabend dieses Jahr ausnahmsweise schon im Oktober stattfand, hatten die Feuerwehrmänner den Abend kurzerhand unter das Motto Oktoberfest gestellt und den Festsaal blau-weiß dekoriert. Stilecht kamen deswegen einige der Feuerwehr-Gattinnen sogar im feschen Dirndl.

Carolin Hüppe

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