Nachwuchs im Einsatz

Mit vereinten Kräften wurde am Lennewehr eine Wasserentnahmestelle eingerichtet. - Fotos: Kanbach

WERDOHL - Zu einem vermeintlichen Gebäudebrand musste am Freitagabend die 1978 vom damaligen Stadtbrandmeister Emil Scharpe gegründete und derzeit 27 Mitglieder zählende Werdohler Jugendfeuerwehr (darunter fünf Mädchen) ausrücken. Die über Meldeempfänger ausgelöste Alarmierung der zwölf bis 17 Jahre alten Einsatzkräfte war der Startschuss für die Jahresabschlussübung, die diesmal rund um das neue DRK-Quartier an der Dammstraße (ehemals Wohnungsgesellschaft) durchgeführt wurde und entsprechend des Ausbildungsstandes hohe Anforderungen an die Nachwuchs-Feuerwehrkräfte stellte.

Ziemlich genau 18 Uhr war es am Freitag, als die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Betreuern mit ihren eigenen, von der Stadt zur Verfügung gestellten, und weiteren Fahrzeugen des Löschzuges Stadtmitte in Marsch gesetzt wurden.

Die Ausgangslage: Aus den Räumen des DRK drang schwarzer Rauch nach draußen, wobei ein Fußgänger den Notruf ausgelöst hatte, weil sich nach seiner Kenntnis um diese Uhrzeit eine Putzfrau in dem Gebäude befinden musste. Flammen würden aus den Fenstern des hinteren Teils des Hauses schlagen, so die Angaben.

Die Aufgaben, die von den Jugendlichen erfüllt werden mussten, waren vielschichtig. Primär war dabei die Menschenrettung aus dem Erdgeschoss des DRK-Quartiers. Zwei Personen – so hatte sich herausgestellt – mussten gerettet, in Sicherheit gebracht und anschließend versorgt werden. In diesem Teil der Übung sollten die Jugendlichen zeigen, dass sie die Türöffnung mit einer Rauchgas-Kühlung beherrschen, die eine Durchzündung des Brandes verhindern hilft.

Währenddessen nahm ein Teil der Einsatzkräfte über den Innenhof die Brandbekämpfung mit Riegelstellung zur Sicherung benachbarter Gebäude mit Wasser aus einem Tanklöschfahrzeug vor. Eine andere Gruppe war darum bemüht, am Lennewehr an der Schlachtbrücke eine Wasserentnahmestelle zur Brandbekämpfung von der Dammstraße aus einzurichten.

Das alles – so das allgemeine Lob – funktionierte bestens. Brandmeister Björn Klüppelberg, der diesmal mit der Federführung für die Übung betraut war, hatte nur Komplimente für die junge Truppe übrig, und auch Frank Bresk, der das Geschehen als offizieller Beobachter der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl verfolgt hatte, sparte nicht mit Lob: „Man hat gesehen, wie die Jugendlichen sich reingehängt und die ihnen gestellten Aufgaben gut gelöst haben“. Ein Jahr Übungseinsatz – jeweils freitags ab 17.30 Uhr – habe sich ausgezahlt. Der anschließende gemütliche Teil am Feuerwehr-Gerätehaus Stadtmitte war deshalb mehr als verdient. Wobei – einen Wunsch hatte Frank Bresk doch noch: Es könnten sich gerne weitere Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren melden, um in das „Feuerwehr-Geschäft“ einzusteigen… - Rainer Kanbach

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