Nach Crash mit Auto: Behinderungen auf der Zugstrecke am Wochenende

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Ein Auto war im Gleisbett stecken geblieben.

Nachrodt/Werdohl - Auch die Werdohler spüren die Folgen des heftigen Unfalls, bei dem ein Zug in ein Auto gekracht ist. Es gibt massive Einschränkungen auf der Zugstrecke am Wochenende.

Dramatische Szenen haben sich am späten Donnerstagabend am Bahnübergang Helbecke in Nachrodt-Wiblingwerde abgespielt: Zwei Männer blieben mit ihrem Auto auf den Gleisen stecken und retteten sich, nur kurz bevor ein Zug in ihr Auto krachte. 

Der Unfall hat nun erhebliche Folgen für den Zugverkehr: Denn der demolierte Zug wurde in das Abellio-Betriebswerk nach Hagen gebracht, wo er „voraussichtlich bis Anfang kommender Woche zur Reparatur“ bleibt, wie Abellio mitteilt. „Das Werkstatt-Team arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit.“ 

Aber Fakt ist: „Dieses Fahrzeug fehlt aktuell für den Regelverkehr im Ruhr-Sieg-Netz“ Da wegen technischer Defekte derzeit zwei weitere Züge nicht eingesetzt werden können, hat das massive Folgen für Zugreisende: „Die Leistung muss am gesamten Wochenende im Ruhr-Sieg-Netz zwischen Hagen und Letmathe sowie in Teilen auch auf der Strecke zwischen Essen und Siegen mit verminderter Sitzplatzkapazität erbracht werden. Außerdem müssen Fahrgäste von und nach Iserlohn in Letmathe umsteigen“, teilt Abellio mit.

Bei dem Umfall war ein 40-jähriger Lüdenscheider, der betrunken am Steuer saß und mit seinem VW Golf den Bahnübergang Helbecke queren wollte, zu früh rechts abgebogen und blieb mit seinem Auto im Gleisbett hängen. 

Er versuchte sich zu befreien, als sich plötzlich die Schranken schlossen und ein Zug der Linie RB91 kam. Der Fahrer und sein Beifahrer, 42 Jahre alt aus Niedersachsen, konnten sich befreien und liefen hinter die Schranke. Von dort sahen sie, wie der Regionalzug trotz Notbremsung in den Golf krachte. Der Zug kam nach Angaben der Feuerwehr erst 200 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen. 

Im Zug befanden sich neben Triebwagenführer und Zugbegleiter 21 Fahrgäste. Sie blieben alle unverletzt. Fahrer und Beifahrer des Autos wurden medizinisch versorgt. Der Beifahrer wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Lokführer erlitt einen Schock. Es entstanden nach ersten Schätzungen rund 100 000 Euro Sachschaden. Die Fahrgäste wurden von der Feuerwehr zum Bahnübergang begleitet. 

Dort hatten die Kräfte wegen des starken Regens ein Zelt aufgebaut. Darin warteten die Fahrgäste auf Taxis, die sie nach Hause fuhren.

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