Nach Verkauf von VDM: So geht es mit den deutschen Werken weiter

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Nach dem Verkauf von VDM soll die Produktion in Werdohl, aber auch an den weiteren deutschen Standorten, unverändert weiterlaufen.

Werdohl – Nach dem Verkauf des VDM-Metals-Konzerns durch die amerikanische Investmentfirma Lindsay Goldberg Vogel an die spanische Acerinox-Gruppe soll zunächst keiner der deutschen Standorte infrage gestellt werden.

Das teilte der Konzernbetriebsrat von VDM jetzt mit. Auch ein Personalabbau im Zusammenhang mit dem Kauf sei nicht geplant. 

„Der Konzernbetriebsrat und die weiteren Gremien sind in regelmäßigen Abständen über bevorstehende Veräußerungsabsichten und anstehende Gespräche mit potenziellen Erwerbern informiert worden“, heißt es in der Mitteilung wörtlich. 

Gemeinsam Gespräche geführt

Gemeinsam mit der Gewerkschaft IG Metall und Vertretern von Lindsay Goldberg Vogel hat der Betriebsrat Gespräche „über die rechtzeitige und umfassende Beteiligung der Arbeitnehmervertreter geführt und sichergestellt“. 

Die Arbeitnehmervertreter seien zuversichtlich, dass der Verkauf an einen strategischen Investor, der VDM-Belegschaft und den deutschen Standorten eine langfristige Perspektive biete. Der Konzernbetriebsrat werde in den nächsten Wochen den Austausch mit dem spanischen Management vertiefen, „um sich in den Integrationsprozess einzubringen und die Interessen der Belegschaft zu vertreten“. 

Volumen von 532 Millionen Euro 

Der Verkauf der VDM-Gruppe an die Spanier wurde am Freitag bekannt. Lindsay Goldberg Vogel und Acerinox einigten sich auf einen Kaufvertrag mit einem Volumen von 532 Millionen Euro. Acerinox wird 310 Millionen Euro zahlen und Schulden in Höhe von 57 Millionen Euro sowie Pensionspläne und sonstige Verbindlichkeiten über 165 Millionen Euro übernehmen. 

Der Vertragsabschluss steht allerdings unter dem Vorbehalt der Zustimmung der europäischen und US-amerikanischen Kartellbehörden und wird voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals 2020 erfolgen. Bis zum endgültigen Abschluss werden Acerinox und VDM als unabhängige Unternehmen operieren. 

Übernahme durch Aperam war geplatzt

Ende vergangenen Jahres war die geplante Übernahme des VDM-Konzerns durch das Luxemburger Unternehmen Aperam geplatzt, weil die Europäische Kommission überraschend Bedenken angemeldet hatte. Eventuell würde der Wettbewerb auf dem Markt für Nickellegierungen durch den Zusammenschluss eingeschränkt, hieß es von der Kommission. Der Unternehmenswert war damals auf 596 Millionen Euro taxiert worden.

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