Noch viel Arbeit

Nach Unwetter: Weitere Hilfen für Flutopfer

Käferholz-Stämme hatten sich in Kleinhammer vor einer Verse-Brücke verkeilt.
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Käferholz-Stämme hatten sich in Kleinhammer vor einer Verse-Brücke verkeilt.

Sechs Tage nach dem verheerenden Unwetter mit Jahrhundertregen und Überschwemmungen arbeitet die Stadt Werdohl noch immer an der Bewältigung der Krise.

Einen Überblick über die in der Naturkatastrophe angerichteten Schäden gebe es gleichwohl noch nicht, gab Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) am Montag zu.

Die Mitarbeiter des städtischen Immobilienmanagements seien zwar im Stadtgebiet unterwegs, sagte Späinghaus. Ihre Aufmerksamkeit gelte aber derzeit noch weniger den städtischen Gebäuden, die – abgesehen von einem Wasserschaden an der Heizung der Turnhalle Eveking – wahrscheinlich weitgehend vom Unwetter verschont geblieben seien, als vielmehr den privaten Immobilien. Dort leiste die Stadt mit ihren Experten derzeit wichtige Unterstützung bei der Beurteilung der Schäden.

Hänge müssen begutachtet werden

Fremde Expertise müsse sich die Stadt dagegen bei der Begutachtung einiger Hänge einholen. „Da brauchen wir geologische Gutachten, um die Gefahr von Erdrutschen abschätzen zu können“, sagte der Bürgermeister. Die städtischen Brücken seien „auf den ersten Blick okay“, müssten aber noch einmal genauer überprüft werden. Sorgen hatte der Stadt unter anderem eine Brücke in Kleinhammer gemacht, vor der sich unter der Kraft der reißenden Verse mehrere Baumstämme verkeilt hatten. „So langsam kriegen wir das alles in den Griff“, atmete der Bürgermeister am Montag auf.

Auch organisiert die Stadt mittlerweile immer mehr Hilfen für die von der Flutwelle betroffene Bevölkerung. So gibt es laut Späinghaus jetzt Müllabladeplätze, wo die Werdohler Möbel, Teppiche und andere Gegenstände entsorgen können, die durch das Wasser unbrauchbar geworden sind. Sie befinden sich am Riesei (Grünabfallplatz), Altenmühle (Schützenplatz), Dresel (unter anderem An der Tumpe) und am Kettling (Baubetriebshof). Späinghaus wies ausdrücklich darauf hin, dass dort aber keine Behälter mit Farben oder anderen Flüssigkeiten abgestellt werden dürfen; die sollen separat beim Baubetriebshof abgegeben werden.

Mailadresse für Hilfegesuche und -angebote

Das Bedürfnis der betroffenen Bevölkerung an Informationen und Hilfen zur Bewältigung der Naturkatastrophe ist nach wie vor groß. Die Stadt habe deshalb eine E-Mail-Adresse (hochwasser@werdohl.de) eingerichtet, an die alle Fragen, aber auch Hilfsangebote rund um die Unwetterfolgen geschickt werden könnten, teilte Späinghaus weiter mit.

Auch ein Spendenkonto für Werdohler Opfer der Flutkatastrophe hat die Stadtverwaltung mittlerweile eingerichtet. Es wird bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis geführt, Kontoinhaberin ist die Stadt Werdohl. „Die Stadt entscheidet aber später nicht selbst über die Vergabe der eingegangenen Spenden“, betonte Späinghaus. Das könnte nach seiner Auffassung „eine Art Spendenrat“ übernehmen. Eingezahlte Spenden sind steuerlich absetzbar.

Das Spendenkonto der Stadt Werdohl hat die IBAN DE34 4585 1020 0072 7581 39. Spenden können mit dem Verwendungszweck „Hochwasser 2021“ eingezahlt werden.

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