Besitzer hat die Hoffnung aufgegeben

Nach Unwetter: Sägemühle nicht mehr zu retten

Der größte Teil der Sägemühle ist unter Tonnen von Geröll begraben. Ein Teil des Gatters aus dem Jahr 1920 ist noch zu erkennen.
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Der größte Teil der Sägemühle ist unter Tonnen von Geröll begraben. Ein Teil des Gatters aus dem Jahr 1920 ist noch zu erkennen.

Die imposanten Beton-Rohre, in denen der Husberger Bach bis zum 13. Juli unterhalb des Weges verborgen dahingeflossen ist, liegen in Einzelteilen im neuen Bett, das sich der Bach selbst geschaffen hat.

An der Stelle, wo früher Wanderer und Biker – größtenteils, ohne sich dessen bewusst zu sein - den Bachlauf querten, klafft jetzt ein riesiges Loch. Der Starkregen hat alles zerstört und mit sich gerissen.

Eberhard Schulte, ihm gehören der Hof am Husberg und der angrenzende Wald, hat gerade das Absperrband erneuert, damit niemand auf die Idee kommt, an dieser Stelle zu klettern, um dann zu Fuß weiter zu kommen. Er berichtet, dass auch Autofahrer regelmäßig die eigentlich verbotene Abkürzung durch den Wald genutzt hätten. „Die fuhren dann einfach über meinen Hof.“ Jetzt ist der Weg unpassierbar – auch für die Langholztransporter, die eigentlich so bald wie möglich das vom Borkenkäfer befallene Fichtenholz aus dem Waldgebiet abfahren sollten.

Etwa 150 Kubikmeter Erdreich

Der Schaden, er ist nicht weit von seinem Hof entfernt, ist nicht der einzige, wohl aber der größte, der an den Waldwegen auf Schultes Grund und Boden entstanden ist. „Hier hat es den Weg komplett weggerissen. Etwa 150 Kubikmeter Erdreich“, stellt der Werdohler fest.

Der Husberger Bach hat einen großen Teil des Weges einfach mitgerissen. Die Betonrohre, durch die das Gewässer bis zum 13. Juli dahinplätscherte, sind auseinander gebrochen. Eberhard Schulte schätzt den Schaden auf etwa 20 000 Euro.

Etwa 20 000 Euro, so schätzt er, würde die Instandsetzung des Husberger Talweges nur an dieser Stelle kosten. „Ich habe einen Förderantrag gestellt, auch der Revierförster hat den Schaden dokumentiert“, berichtet er. An vielen weiteren Stellen ist der Weg, der Teil des Werdohler Rundwanderweges war, so stark beschädigt, dass eine gefahrlose Nutzung nicht mehr möglich ist und Handlungsbedarf besteht. Insgesamt, so schätzt Eberhard Schulte, müssten wohl etwa 50 000 Euro in die Instandsetzung des Weges investiert werden.

Das Herzspück ist nicht mehr zu retten

Und während der Werdohler für den Wegebau auf Zuschüsse hofft, hat er die Hoffnung für seine Sägemühle schräg gegenüber des Hofes aufgegeben: Der Husberger Bach hat den größten Teil der Maschinen am Unglückstag unter Tonnen von Steinen und Geröll begraben. Auch das Herzstück der Sägemühle ist nicht mehr zu retten. „Das Gatter stammt aus dem Jahr 1920“, erklärt Schulte, und deutet auf die Sägevorrichtung, die unter den Geröllmassen noch zu erkennen ist. Für den Werdohler steht fest: Der Aufwand und die Kosten, um die Sägemühle am Husberg, die bis zum 13. Juli noch regelmäßig in Betrieb war, wieder auszugraben, wären immens.

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