Stippvisite im Gerätehaus

Nach Tod des Feuerwehrmanns: Ruhrbischof besucht Werdohler Wehr

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck (links) unterhielt sich am Freitag mit Löschzugführer Christian Wagner, Bürgermeister Andreas Späinghaus und Feuerwehrchef Kai Tebrün (von links) über den Unwettereinsatz.
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Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck (links) unterhielt sich am Freitag mit Löschzugführer Christian Wagner, Bürgermeister Andreas Späinghaus und Feuerwehrchef Kai Tebrün (von links) über den Unwettereinsatz.

Rund anderthalb Wochen nach dem verheerenden Unwetter hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck der Werdohler Feuerwehr am Freitag einen Besuch abgestattet.

Er habe ein paar Tage abgewartet, um Helfern und der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, die wichtigsten Dinge nach der Katastrophe zu regeln und sie dabei nicht zu stören, sagte er bei seiner Stippvisite im Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte. Sein Besuch solle aber Unterstützung signalisieren.

Der Leiter des Bistums Essen sagte, dass zwar auch das Ruhrgebiet vom Unwetter getroffen worden sei. Er betonte aber, dass die Situation dort in keiner Weise mit der Lage im Lennetal zu vergleichen sei. „Mit manchen Folgen werden die Menschen hier noch lange zu kämpfen haben“, vermutete Overbeck.

Verantwortliche schildern die Tage der Überflutung

Feuerwehrchef Kai Tebrün, der Evekinger Löschzugführer Christian Wagner und Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) schilderten dem Bischof, wie sie die Tage der Überflutung erlebt hatten. Dabei kam auch der tragische Tod des 52-jährigen Feuerwehrmannes zur Sprache. Er war am Mittwoch vergangener Woche gegen 16 Uhr in einem körperlich anstrengenden Einsatz kollabiert und anschließend am Einsatzort in Elverlingsen verstorben.

Mit drei Fachleuten der Psychosozialen Unterstützung hatten die Werdohler Feuerwehrkameraden dieses Geschehnis am Mittwochabend aufgearbeitet. Dabei sei erörtert worden, wie unterschiedlich man Einsatzerlebnisse verarbeiten könne, berichtete Tebrün. „Jeder Feuerwehrmann hält sich ja für einen harten Hund, aber innen sieht es oft anders aus“, bekannte der Feuerwehrchef. Ihn selbst habe nach der Todesnachricht eine große Leere erfasst, bekannte Tebrün.

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