Mehr Interesse als erwartet

Nachschub an Dauerparkplätzen in Werdohl

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Der Parkplatz im Alten Dorf ist oftmals voll belegt. Für diesen Bereich wird es zunächst keine Dauerparkausweise mehr geben. In drei anderen Zonen sorgt die Stadt jetzt für Nachschub.

Werdohl - Dauerparkplätze sind heiß begehrt: Weil das Kontingent ausgeschöpft war, konnten Autofahrer  keine Ausweise mehr beantragen. Nun gibt’s weitere Plätze. Aber nur in kleiner Zahl.

„Wir haben einen Großteil der zur Verfügung stehenden Dauerparkplätze vergeben“, begründete Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel den Schritt der Stadt, die Ausgabe weiterer Dauerparkausweise vorerst zu stoppen. 

Mittlerweile nimmt die Stadt aber wieder Anträge an. Parkplätze, die für Arbeitnehmer und andere Dauerparker in der Innenstadt zur Verfügung gestellt werden, sind seit Beginn der Parkraumbewirtschaftung vor nunmehr fünf Jahren heiß begehrt. Immerhin bieten sie Autofahrern gegenüber dem Einzelticket einen enormen finanziellen Vorteil.

Viel mehr Interesse als erwartet

 Die Resonanz hat die Stadt anfangs deutlich unterschätzt. Im ersten Jahr wurden 535 Dauerparkausweise ausgestellt. Diese Zahl übertraf die erwartete Nachfrage deutlich. Die Stadt hatte zunächst 225 Dauerparker erwartet, die Zahl der Dauerparkplätze aber dann sehr schnell auf 430 erhöht. 

Der große Parkplatz an der Goethestraße war von Anfang an der begehrteste Platz für Dauerparker. Mit rund 90 Reservierungen war er bereits vor dem Start des gebührenpflichtigen Parkens nahezu ausgebucht. Mittlerweile gibt es laut Andrea Mentzel 618 Inhaber von Dauerparkausweisen.

Stadt: "Erfahrungswerte fehlten"

„Am Anfang fehlten uns ganz einfach Erfahrungswerte, und Vergleiche mit Nachbarkommunen waren nicht möglich“, gibt sie zu, den Bedarf falsch eingeschätzt zu haben. Jetzt hat die Stadt noch einmal nachgebessert. „Wir wollen ja jedem Arbeitnehmer das Parken mit einem Dauerparkausweis ermöglichen“, betont Mentzel. 

Für drei Parkzonen in der Innenstadt können jetzt noch einmal 50 Dauerparkausweise ausgestellt werden. Die Stellplätze verteilen sich auf die Flächen an der Goethestraße und am Rathaus sowie an der Freiheitstraße. 

Warteliste für Wunschparkplatz

Wer keinen Ausweis für seine Wunsch-Parkzone bekommt, habe außerdem die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen und dann später die Parkzone zu wechseln. 

Die Parkraumbewirtschaftung ist Bestandteil des Haushaltssanierungskonzeptes der Stadt. Darin sind jährliche Einnahmen von 250 000 Euro aufgeführt. Die tatsächlichen Einnahmen sind aber regelmäßig höher. Im ersten Jahr der Parkraumbewirtschaftung hat Werdohl durch Gebühren und Verwarngelder 330 000 Euro eingenommen. Mittlerweile kalkuliert die Stadt jedoch schon mit jährlichen Einnahmen in Höhe von rund 280 000 Euro.

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