Verkehr fließt einspurig

Nach der Sperrung: So geht es mit der unterspülten B229 weiter

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Nach der Unterspülung der Asphaltdecke hat gestern ein Spezialunternehmen zunächst den in der Neuenrader Straße verlegten Abwasserkanal untersucht.

Werdohl - Die Vollsperrung der Bundesstraße 229 auf dem Abschnitt der Neuenrader Straße zwischen VDM-Kreuzung und Haus Werdohl ist am Dienstag wieder aufgehoben worden.

Sie war nötig geworden, nachdem am Freitagabend während eines heftigen Regenschauers die Fahrbahn unterspült worden war. Mittlerweile kann der Verkehr an der beschädigten Stelle zumindest wieder einspurig vorbeifließen. 

Am Dienstagmorgen haben sich Vertreter der Stadt und des Landesbetriebs Straßen.NRW, darunter auch ein Geologe, die Straße genauer angeschaut. Die Ursache für die Beschädigung der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Werdohl und Neuenrade ist aber nach wie vor nicht ganz klar. Möglicherweise sei durch einen Rückstau im Abwasserkanal Wasser ausgetreten, dass dann die Fahrbahndecke unterspült habe, mutmaßte Martin Hempel, Chef der Tiefbauabteilung im Werdohler Rathaus. 

Ein Herscheider Spezialunternehmen wurde deshalb damit beauftragt, den Kanal zu untersuchen. Dabei seien in der Abwasserleitung dickere Steine und Sedimente gefunden worden, berichtete Andreas Berg, Sprecher von Straßen.NRW. Auch eine Verjüngung des Kanals von 300 auf 150 Millimeter sei entdeckt worden. Berg bezeichnete eine solche Konstruktion, bei der der Querschnitt des Abwasserrohrs kleiner werde, als „ungewöhnlich“. 

Wasser wohl zwischen die Schichten gelaufen

Die Ursache für die Unterspülung war all das nach seiner Einschätzung aber nicht. Vielmehr geht Berg mittlerweile davon aus, dass Wasser zwischen die einzelnen Schichten des Straßenbelags gelaufen ist und den Asphalt angehoben hat. Deshalb soll der Asphalt jetzt auf einer Länge von 20 bis 30 Metern abgefräst, der Unterbau neu verdichtet und anschließend neuer Asphalt aufgebracht werden. 

Aufgrund der Kanaluntersuchung und der Bauarbeiten wurden am Dienstag Baustellenampeln auf der Neuenrader Straße aufgestellt. Damit konnte zumindest die Vollsperrung aufgehoben und der Verkehr einspurig an der beschädigten Stelle vorbeigeleitet werden. Das sei vor allem im Hinblick auf den Schwerlastverkehr erfolgt, für den dieser Abschnitt der Bundesstraße 229 praktisch die einzige Verbindung zwischen Werdohl und Neuenrade sei, sagt Martin Hempel von der Stadtverwaltung. 

Bis Ende nächster Woche, so schätzt Andreas Berg, könnte der Unwetterschaden behoben sein.

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