Nach sechsjähriger Sperrung: Rad- und Fußweg an Altenaer Straße wieder frei

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Die Felssicherung ist abgeschlossen, im Hintergrund ist das Drahgeflecht auf den Felsen zu sehen. Der Baubetriebshof hat gestern allerdings noch Absperrgitter aufgestellt, die den Rad- und Fußweg an der Talseite absichern sollen.

Werdohl - Was lange währt, wird endlich gut: Ab sofort können die Werdohler wieder den Rad- und Fußweg nutzen, der Ütterlingsen über die Altenaer Straße mit der Innenstadt verbindet. Die Felssicherungsarbeiten sind abgeschlossen, die Steinschlaggefahr damit gebannt.

Im Sommer wird die Verbindung aber voraussichtlich noch einmal vorübergehend gesperrt.

Seit Ende 2012 war der etwa 200 Meter lange Abschnitt des Rad- und Fußweges, der die beiden Teilstücke der Altenaer Straße miteinander verbindet, gesperrt gewesen. Ein großer Felsen war damals auf den Weg gestürzt und hatte die drohende Gefahr, die dort lauerte, deutlich sichtbar gemacht. Zuvor war der Weg schon einmal wegen Steinschlaggefahr für etwa zwei Jahre gesperrt gewesen. 

Nach der Ende 2012 notwendig gewordenen Sperrung hatte die Stadt zunächst eine kleine Lösung anvisiert, um die Verbindung möglichst schnell wieder freigeben zu können. Bald setzte sich aber die Überlegung durch, die Strecke in den Radweg Lenneroute einzubinden und damit für Felssicherung und Ausbau Fördermittel in Anspruch nehmen zu können. „Die Beantragung der Fördermittel hat dann alles unheimlich in die Länge gezogen“, begründete Martin Hempel, Chef der Tiefbau-Abteilung im Rathaus, warum es bis jetzt rund fünf Jahre gedauert hat, die Felssicherung durchzuführen. Auch die Deutsche Bahn habe ein Wörtchen mitreden müssen, weil der Weg etwas verlegt und damit im Bereich des Tunneportals über das Gelände des Verkehrsunternehmens geführt werden musste. 

Felsen mit Drahtgeflecht überzogen

Die erste Phase der Gesamtmaßnahme ist aber nun abgeschlossen. Das Spezialunternehmen Feldhaus aus Schmallenberg hat in den vergangenen Wochen die Felsen an der Bergseite des Weges mit einem 1100 Quadratmeter großen Drahtgeflecht überzogen, dabei mehrere Anker zwei bis drei Meter tief in den Fels getrieben und dort mit Mörtel befestigt sowie rund 300 Rammnägel etwa bis zu 70 Zentimeter tief in den Fels geschlagen. 

Die Planungskosten eingeschlossen, hat die Sicherungsmaßnahme bisher rund 130 000 Euro gekostet. Für etwa 150 000 Euro soll der Weg aber nun in einer zweiten Phase auch noch ausgebaut werden. Dazu soll er auf einer Breite von 2,50 bis 3 Metern eine Asphaltschicht bekommen, auf der Talseite soll er mit Stützmauern und Handläufen gesichert werden. „Diese Arbeiten werden wir wohl im Mai oder Juni ausschreiben und anschließend vergeben“, sagt Hempel. 

Land trägt 70 Prozent der Kosten

Zur Durchführung der Arbeiten muss der Weg dann aber noch einmal gesperrt werden. Allerdings sollen die Arbeiten relativ schnell erledigt werden. „Wenn nichts dazwischen kommt, werden wir damit in diesem Jahr fertig“, ist Hempel zuversichtlich. 

Die gesamte Maßnahmne wird mit 70 Prozent durch das Land aus dem Programm „Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden“ gefördert. Werdohl selbst muss also von den Gesamtkosten in Höhe von rund 280 000 Euro nur etwa 84 000 Euro tragen.

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