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Nach schwerem Unfall auf B236: So geht es den Verletzten

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Von: Volker Heyn

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Aus diesem Wrack musste die aus Werdohl stammende Unglücksfahrerin befreit werden. Die schwer verletzte Frau konnte das Krankenhaus mittlerweile verlassen.
Aus diesem Wrack musste die aus Werdohl stammende Unglücksfahrerin befreit werden. Die schwer verletzte Frau konnte das Krankenhaus mittlerweile verlassen. © Markus Klümper

Ob die Fahrerin aus irgendeinem Grund abgelenkt oder ob ein technisches Problem am Kleinbus die Ursache für den folgenreichen Verkehrsunfall am Montag auf der Plettenberger Straße war, will die Polizei in den kommenden Wochen herausfinden.

Das berichtete Polizei-Pressesprecher Lorenz Schlotmann auf Nachfrage am Donnerstag. Bei dem Unfall auf der B 236 auf Höhe des Bahnübergangs Posten 40 am Montag um 7.41 Uhr waren insgesamt sieben Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Die beiden schwer verletzten Frauen – die 46-jährige Fahrerin aus Werdohl und eine im Rollstuhl sitzende behinderte 20-Jährige – konnten die Krankenhäuser mittlerweile verlassen. Den Umständen entsprechend geht es ihnen besser. Immerhin mussten sie aus den fast völlig zerstörten Kleinbus befreit werden. Das Fahrzeug war von der Polizei sichergestellt worden.

Unfall auf Rampe des Bahnübergangs

Der Unfall ereignete sich auf der Rampe des Bahnübergangs der B 236. An dem Tag war es hell, die Fahrbahn trocken und die Strecke einsehbar. Der Kleinbus vom Typ Mercedes Sprinter mit fünf Personen darin war in Richtung Plettenberg unterwegs. Die 46-jährige Werdohlerin fuhr den Kleinbus im Auftrag eines Halveraner Unternehmens, das Schülerspezialverkehr und Behindertentransporte anbietet. Der Kleinbus sollte drei erwachsene Mitarbeitende zur Behindertenwerkstatt „Studjo“ des Johanneswerks am Kettling bringen.

Aus ungeklärter Ursache steuerte die Fahrerin des Kleinbusses auf die Gegenfahrbahn und rammte frontal den entgegenkommenden Lkw, der mit Lebensmitteln beladen war. Der Sprinter schrammte weiter an der Seite des Zwölftonners entlang und kam einige Meter dahinter zu stehen. Zwei weitere Fahrgäste im Kleinbus im Alter von 31 und 47 sowie eine 41-jährige Begleiterin konnten das Fahrzeug leicht verletzt verlassen. Verletzt in Krankenhäuser der Umgebung gebracht werden mussten der 59-jähriger Bochumer Fahrer des in Dortmund zugelassenen Lkw sowie der ihn begleitende 20-jährige Dortmunder. Man kann davon ausgehen, dass auch sie nicht mehr stationär behandelt werden müssen.

Enormer Sachschaden

Der Sachschaden an beiden Autos war enorm: Am Kleinbus entstand laut Polizei ein Schaden in Höhe von mindestens 25 000 Euro, am Lkw entstand ein Schaden in Höhe von 15 000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten technisch geborgen werden, weder der Kleinbus noch der Lkw waren fahrbereit. Um den Lebensmittel-Lastwagen abschleppen zu können, musste ein Abschleppwagen aus Hagen geordert werden.

Die Werdohler Feuerwehr streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Ein Spezialunternehmen reinigte die Fahrbahn, die viereinhalb Stunden lang komplett gesperrt war.

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