Nach der Sanierung: Darum sprießen im Riesei-Stadion jetzt die Pilze

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Auf dem Fußballrasen im Stadion Riesei wachsen seit neuestem Pilze. Die Stadt will dagegen vorgehen, indem sie den Rasen düngt und damit das Gras stärkt.

Werdohl - Wochenlang war das Stadion Riesei eine Baustelle. Pünktlich zum Ende der Ferien sind die Baufahrzeuge aus der Anlage verschwunden. Die Stadt hat rund 50 000 Euro investiert. Jetzt präsentiert sich das einstige Vorzeige-Stadion wieder in einem passablen Zustand. Doch es gibt neue Probleme.

Vor den Sommerferien, als verschiedene Schulen ihre Sportfeste veranstaltegt haben, präsentierte sich das Stadion Riesei in einem teilweise erbärmlichen Zustand: Die Laufbahn war von grünem Bewuchs überwuchert und auch die Weitsprungsanlagen hatte ihre besten Zeiten lange hinter sich. Die maroden Tribünen hatte die Stadt bereits einige Wochen zuvor für 62 000 Euro abreißen lassen. 

Die Ferienzeit nutzte die Stadt nun, um das Stadion wieder auf Vordermann bringen zu lassen. Die Tennenflächen – Laufbahn und Anlaufbahn für die Weitsprunganlage – wurden saniert und mit einem neuen Belag versehen. Die Weitsprunganlage erhielt nicht nur eine neue Einfassung aus Randsteinen mit elastischer Gummiauflage, sie wurde auch verkleinert. Dafür kann sie aber nun aus zwei Richtungen angelaufen werden. 

Künftig automatische Bewässerung

Besonderes Augenmerk richtete die Stadt auf das Naturrasenspielfeld, dessen Boden mit Sand aufgelockert wurde. Auch wurden Leitungen und Leerrohre verlegt, um die gut 7500 Quadratmeter Rasenfläche zukünftig automatisch bewässern zu können. Auf Automatisierung setzt die Stadt auch beim Mähen des Rasens. Zwei Mähroboter für insgesamt 10 000 Euro sollen die Aufgabe zukünftig übernehmen. Dafür mussten Kabel zur Stromversorgung der Ladestationen verlegt werden. Begrenzungskabel, die den Aktionsradius der Mähroboter eingrenzen, werden in den nächsten Wochen verlegt. 

Die 400-Meter-Laufbahn hat einen neuen Tennenbelag erhalten.

Jetzt allerdings sieht sich die Stadt plötzlich mit einem anderen Problem auf dem Riesei-Rasen konfrontiert. „Wir haben einen Pilzbefall festgestellt“, sagte Ulrich Betten, in der Abteilung Schule, Kultur, Sport und Service der Stadt für den Betrieb der Sportstätten zuständig. Die Pilze breiten sich vom östlichen Rand des Fußballfeldes immer weiter aus. Nach Auskunft eines Fachberaters sei dieses Problem auch auf anderen Sportplätzen in der Region aufgetreten. 

Rasenfläche wird gedüngt

Die Stadt wolle den Pilzen nun beikommen, indem Dünger auf die Rasenfläche aufgebracht werde, erklärte Betten. Vielleicht keine schlechte Strategie. Ein kräftiger Rasen ist nach Auffassung von Experten nämlich weniger anfällig für Pilze. Auch regelmäßiges Schneiden und Vertikutieren soll Pilzbefall vorbeugen. 

Im Fall des Riesei-Stadions ist wohl auch Geduld gefragt. „Wir müssen warten, bis sich die Pilze zurückbilden. Eventuell ist anschließend auch noch einmal eine Nachsaat notwendig“, sagte Betten. Bis das Fußballfeld wieder genutzt werden kann, wird es also noch für einige Zeit dauern. Die Tore liegen ohnehin noch am Rand des Stadions und müssen erst wieder eingebaut werden. 

Sportabzeichen-Training bald wieder möglich

Dafür geht Ulrich Betten aber davon aus, dass die übrigen Bereiche des Stadions den Sportlern ab nächster Woche wieder zur Verfügung stehen. Das Training für das Sportabzeichen könne auch ab Mittwoch, 28. August, wieder stattfinden. „Die Sportler werden zufrieden sein“, glaubt Betten.

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