Nach Messerattacke: Anklage wegen versuchten Totschlags

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Werdohl - Der 24-jährige Werdohler, der am 17. April einen 22-jährigen Altenaer mit einem Messer attackiert haben soll, wird wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Das erklärte Staatsanwältin Sandra Ley am Mittwoch im Gespräch mit der Redaktion. Dem Werdohler wird vorgeworfen, den 22-Jährigen am 17. April kurz nach 21 Uhr am Werdohler Bahnhof angegriffen zu haben. Der Altenaer wurde so schwer verletzt, dass er sich einer Notoperation unterziehen musste. 

Angeklagt werde in diesem Zusammenhang auch ein weiterer 24-Jähriger, der gemeinsam mit dem mutmaßlichen Messerstecher vom Tatort geflüchtet sein soll. „Dieser Mann soll an der Rangelei beteiligt gewesen sein. Er soll getreten und geschlagen haben“, berichtete die Staatsanwältin. Er müsse sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Voraussichtlich werde noch bis Ende dieser Woche Anklage gegen beide Männer erhoben, sagte Sandra Ley. 

Lidl-Schlägerei: Noch Ermittlungsbedarf

Dagegen besteht nach der Schlägerei am Samstagabend im Lidl-Markt noch Ermittlungsbedarf. „Es gibt keine Neuigkeiten,“ stellte Polizeipressesprecher Marcel Dilling fest. Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen zwei bulgarisch-stämmige Tatverdächtige gegen 20.40 Uhr zwei türkisch-stämmige Frauen verbal belästigt haben. Die Ehemänner der Frauen kamen hinzu, es kam zu einer Schlägerei zwischen den vier Männern. Anschließend hatten sich auf dem Parkplatz des Discounters mehr als zwei Dutzend Personen versammelt. Es soll sich nach Polizeiangaben größtenteils um bulgarisch-stämmige Menschen gehandelt haben. Die Polizei erteilte Platzverweise. 

Auch mit Blick auf den Vandalismus-Streifzug am Lenne-Ufer, der in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar mit dem Brand eines Radladers endete, scheint es Ermittlungsforschritte zu geben. „Wir haben Zeugenhinweise auf eine Person erhalten,“ sagte Polizeisprecher Dilling, und verwies an die Staatsanwaltschaft Hagen. Allerdings konnte Staatsanwältin Heike Hemme keine Angaben machen, da ihr die Akte aktuell nicht vorlag. Unbekannte hatten in der Tatnacht an der Lenne-Promenade eine Spur der Verwüstung mit umgekippten und kaputten Tischen und Bänken hinterlassen. Den Radlader hatten sie zuvor gestohlen. Es entstand mehrere zehntausend Euro Sachschaden.

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