Nach der Kommunalwahl 2020

Einladung zur Themensammlung: Grüne wollen ohne Ratsmandat mitmischen

Volker Oßenberg ist Sprecher des Grünen-Ortsverbands in Werdohl.
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Volker Oßenberg ist Sprecher des Grünen-Ortsverbands in Werdohl.

Mitte Juli hatte der erst in diesem Jahr gegründete Ortsverband Werdohl von Bündnis 90/Die Grünen erklärt, nicht bei der Kommunalwahl anzutreten. Stattdessen wolle der Verband außerhalb des Rates Einfluss auf die Entwicklung der Stadt nehmen. Dieser Ankündigung sollen nun erste Taten folgen.

Werdohl – Mitte Juli hatte der erst in diesem Jahr gegründete Ortsverband Werdohl von Bündnis 90/Die Grünen erklärt, nicht bei der Kommunalwahl anzutreten, stattdessen gehe es zunächst darum eine solide Basis zu schaffen, an der noch gearbeitet werden müsse. „Wir werden versuchen, auch außerhalb des Rates Einfluss auf die Politik in der Stadt zu nehmen“, sagte Grünen-Sprecher Volker Oßenberg allerdings damals.

Dieser Ankündigung wollen die Werdohler Grünen in dieser Woche Taten folgen lassen. Denn die Ortsgruppe trifft sich am kommenden Donnerstag, 24. September, um 18.30 Uhr in der Gaststätte Zum Spiegel an der Bahnhofstraße. Unter dem Motto „Die Kommunalwahlen sind vorbei! Wie kann Grün Einfluss nehmen?“ soll dann erörtert werden, wie und mit welchen Themen die Grünen die Entwicklung der Stadt beeinflussen können und wollen. Ziel ist es laut Mitteilung, auch ohne Ratsmandate Einfluss auf die Entwicklung der Stadt zu nehmen. Interessierte sind zu der Versammlung willkommen.

Oßenberg behält Ratsmandat nach Austritt aus Werdohler Bürgergemeinschafft (WBG)

Volker Oßenberg hatte vor ziemlich genau einem Jahr als damaliger Fraktionsvorsitzender die Ratsfraktion der Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG) verlassen und sich zunächst dem Kreisverband der Grünen angeschlossen. Sein Ratsmandat hat Oßenberg bis heute behalten und wird am kommenden Montag, 28. September, auch als parteiloser Abgeordneter noch einmal bei der letzten Sitzung des alten Rates in der Ende Oktober endenden Legislaturperiode dabei sein.

Nach seinem Austritt aus der WBG hatte sich der Berufsschullehrer zum Ziel gesetzt, schnellstmöglich einen Grünen-Ortsverband in Werdohl zu gründen und mit einer jungen Mannschaft alle 16 Stimmbezirke der Stadt bei der Kommunalwahl am 13. September abzudecken.

Bündnis 90/Die Grünen haben in diesem Jahr einen Ortsverband in Werdohl gegründet: (von links) Adrian Kosak, Petra Kosak, Volker Oßenberg und Murat Kaya.

Die Gründungsversammlung fand Anfang Dezember statt. Oßenberg wurde zum Parteisprecher gewählt. Außer ihm gab es mit Kassiererin Petra Kosak und den Beisitzern Murat Kaya und Adrian Kosak allerdings nur drei weitere Mitstreiter.

Keine Teilnahme an Kommunalwahl: Entscheidung kam unerwartet

Mitte Februar luden die Grünen nochmals zu einer Informationsveranstaltung ein, an der neben den vier Vorstandsmitgliedern auch acht Gäste teilnahmen. Oßenberg zeigte sich hier noch zuversichtlich eine Liste mit Ratskandidaten aufstellen zu können.

Fünf Monate später erklärte der Sprecher des Ortsverbandes allerdings, auf die Teilnahme an der Kommunalwahl zu verzichten. „Diese Entscheidung ist uns schwergefallen“, so Oßenberg Mitte Juli gegenüber der Redaktion. „Wir wollten nicht blauäugig mit einer wilden Mannschaft antreten“, gab er als Grund an. Die Grünen in Werdohl seien davon ausgegangen, dass sie auch bei einer Besetzung von nur der Hälfte der Wahlbezirke im Rat vertreten gewesen wären. Oßenberg deutete an, dass die Grünen mit ihren möglichen Kandidaten vielleicht nicht über fünf Jahre eine „vernünftige Arbeit“ hätten leisten können.

Von daher habe der Ortsverband der Grünen entschieden, nicht anzutreten. Stattdessen wollten sie in den nächsten Jahren versuchen, eine solide Basis für kommenden Wahlen 2025 aufzubauen. Der Anfang soll am kommenden Donnerstag gemacht werden.

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