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Nach jahrelanger Planung: Brückenneubau im MK rückt endlich in greifbare Nähe

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Von: Volker Heyn

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Auch das zweite Widerlager auf der Ütterlingser Seite der Lenne ist weit vorangeschritten. Die Hagener Firma Rempke liegt mit ihren Arbeiten im Zeitplan, bislang gab es auch noch keine Beeinträchtigungen durch das Wetter.
Auch das zweite Widerlager auf der Ütterlingser Seite der Lenne ist weit vorangeschritten. Die Hagener Firma Rempke liegt mit ihren Arbeiten im Zeitplan, bislang gab es auch noch keine Beeinträchtigungen durch das Wetter. © Heyn, Volker

Wenn echte Profis am Werk sind, geht es auch voran: So kann man wohl den großen Fortschritt bei den Arbeiten für das Hilfsbauwerk für die marode Lennebrücke erklären.

Das zweite Widerlager auf der Ütterlingser Seite steht schon längst, die Hilfskonstruktion auf der Lenne-Insel ist fast fertig und die ersten Brückenteile sind auch schon da. Nach jahrelangen Planungen und Berechnungen durch Straßen.NRW rückt der Bau einer neuen Brücke in greifbare Nähe.

Seit Montag wird die Hilfskonstruktion für die Ersatzbrücke zusammengebaut. Für diese Arbeiten kommen Mitarbeiter von ThyssenKrupp Infrastructure nach Werdohl, allen voran Supervisor Dirk Gandera. Der Mann baut mit seinem Team deutschlandweit die Behelfsbrücken auf, die dem Bund gehören und an die Straßenbehörden der Länder verliehen werden. Die Männer von ThyssenKrupp und von der Baufirma Rempke arbeiten Hand in Hand.

Sperrung der A45-Brücke auch hier Thema

Teile der Brücke mit dem martialischen Namen SS 80 kommen aus Mönchengladbach, andere Teile aus Gau-Bickelheim in Rheinland-Pfalz. Gandera und seine Leute kommen vom ThyssenKrupp-Standort in Wuppertal, die Betonbauer von Rempke aus Hagen. Natürlich ist die Sperrung der Rahmedetalbrücke der A45 auch hier ein Thema: Mitarbeiter und Material brauchen sehr viel länger zur Baustelle, das wirft ganz ernsthafte Logistik-Probleme auf.

Experten unter sich: Dirk Gandera (rechts) ist Supervisor bei ThyssenKrupp Infrastructure und für den Stahlbau der Ersatzbrücke verantwortlich. Polier Michael Bäumker arbeitet für die Baufirma Rempke. Die Männer stimmen ihre Arbeit ab.
Experten unter sich: Dirk Gandera (rechts) ist Supervisor bei ThyssenKrupp Infrastructure und für den Stahlbau der Ersatzbrücke verantwortlich. Polier Michael Bäumker arbeitet für die Baufirma Rempke. Die Männer stimmen ihre Arbeit ab. © Heyn, Volker

Die 14-Meter-Teilstücke der Ersatzbrücke werden nach und nach angeliefert, Lagerplatz gibt es auf der engen Baustelle nicht. Die Montage der einzelnen Brückenteile ist aufwendige Handarbeit, viele Schrauben und Mutter müssen verbunden werden. Beim Zusammenbau der Hilfskonstruktion ist jetzt schon ein 100-Tonnen-Kran im Einsatz.

Ab Ende Februar wird es richtig spektuakulär

Wenn eine bestimmte Anzahl von Brückenelementen über die Lenne geschoben sind, wird es so richtig spektakulär. Mitte oder Ende Februar wird ein 450-Tonnen-Kran auf die Baustelle geordert, der von der Ütterlingser Seite aus die über den Fluss ragende Brücke in der Luft hält. Noch bevor die Stahlkonstruktion auf das zweite Widerlager aufgesetzt werden kann, wird sie soviel Gewicht haben, das sie ohne die Stützung durch den Kran abknicken würde.

Auf der künstlich angelegten Lenne-Insel wird die Hilfskonstruktion aufgebaut, über die die Brückenelemente über den Fluss geschoben werden sollen.
Auf der künstlich angelegten Lenne-Insel wird die Hilfskonstruktion aufgebaut, über die die Brückenelemente über den Fluss geschoben werden sollen. © Heyn, Volker

Auch die Kräne, die aus Olpe kommen, haben wegen der Sperrung der Rahmedetalbrücke logistische Probleme. Solche riesigen und besonders schweren Fahrzeuge dürfen nur bestimmte Straßen und Routen nutzen.

Weihnachtspause ab 17. Dezember

Bevor von der SS 80 so richtig viel zu sehen sein wird, gehen die Firmen in die Weihnachtspause. Von Freitagabend, 17. Dezember, bis Montag, 10. Januar ruht die Baustelle. Gandera verspricht: „Wenn das Wetter mitspielt, legen wir im neuen Jahr wieder so richtig los.“

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