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Nach den Ferien: So liefen die Coronatests an den Schulen

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Von: Volker Griese

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Mit einem Antigen-Schnelltest hat für die Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen am Montag der Unterricht wieder begonnen.
Mit einem Antigen-Schnelltest hat für die Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen am Montag der Unterricht wieder begonnen. © Sebastian Gollnow

Die Wiederaufnahme des Unterrichts nach den Weihnachtsferien hat für die Schülerinnen und Schüler auch in Werdohl und Neuenrade am Montag mit einem Test begonnen: Gleich in der ersten Schulstunde mussten sich alle einem Corona-Schnelltest unterziehen. Die Ergebnisse können überraschen.

Werdohl/Neuenrade ‒ Die Kultusminister der Länder hatte in ihrem Beschluss in der vergangenen Woche noch einmal bekräftigt, dass Präsenzunterricht auch in Zeiten des Aufkommens der Omikron-Variante höchste Priorität hat, damit Bildungschancen sichergestellt und psychosoziale Folgeschäden bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verhindert werden können. Vor allem Impfungen, Testungen und das Tragen von Masken sollten die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes ermöglichen und negative Folgen der Pandemie gerade für die Schüler abmildern, hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer in der Schulmail erklärt.

Um gerade nach den Ferien möglichst viele Infektionen frühzeitig zu entdecken und damit eine weitere Verbreitung in den Schulen zu vermeiden, mussten am Montag ausnahmslos alle Schüler, Lehrer und sonstige an Schulen Beschäftigte auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden. Zum Einsatz kamen laut Schulministerium qualitativ hochwertige Antigen-Selbsttests, die auf alle bekannten Virusvarianten einschließlich der Omikron-Variante reagieren. Die Tests an den weiterführenden Schulen in Werdohl und Neuenrade lieferten Ergebnisse, mit denen nach gut zwei Wochen mit Familienfeiern und eventuellen Urlaubsreisen nicht unbedingt zu rechnen war: Die Anzahl der positiv getesteten Schülerinnen und Schüler war verhältnismäßig gering.

An der Albert-Einstein-Gesamtschule, der mit gut 700 Schülern größten Bildungseinrichtung in Werdohl, ist nach Darstellung von Schulleiter Sven Stocks am Montag lediglich ein Schüler oder eine Schülerin positiv auf eine Covid-Infektion getestet worden. „Sechs Schülerinnen und Schüler mussten allerdings wegen einer Infektion oder Quarantäne zuhause bleiben“, berichtete Stocks.

Von einem positiven Schnelltest berichtete auch Oliver Held, Leiter der Realschule Werdohl, die derzeit von 255 Kindern und Jugendlichen besucht wird. In zwei weiteren Fällen hätten Schüler nicht in die Schule zurückkehren können, weil sie vorsichtshalber noch in Quarantäne bleiben müssten.

Vollkommen „ohne Auffälligkeiten“ seien die Tests an der Waldorfschule Neuenrade verlaufen, sagte deren Geschäftsführer Klaus Giljohann. Sowohl die obligatorische Messung der Körpertemperatur als auch die anschließenden Antigen-Schnelltests hätten unter den rund 300 Schülern keinerlei Corona-Verdachtsfälle zutage gefördert. Allerdings seien „etwa zehn Schüler“ am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien nicht zum Unterricht erschienen, weil sie sich noch in Quarantäne befänden, berichtete Giljohann. Der Geschäftsführer der Waldorfschule wies darauf hin, dass die Schule jederzeit auf Digitalunterricht umsteigen könne, wenn sich das Virus in nächster Zeit doch wieder ausbreiten sollte.

Von einem „sehr routinierten Umgang“ der Schülerinnen und Schüler mit den Coronatestungen berichtete Jörg Leiß, der didaktische Leiter der Hönnequell-Schule in Neuenrade. Bei den Schnelltests, denen sich die rund 400 Schüler hatten unterziehen müssen, sei nur ein positiver Befund aufgedeckt worden.

Getestet wurde auch an den Grundschulen, dort allerdings kamen die PCR-Lolli-Tests zum Einsatz. Weil deren Auswertung länger dauert, lagen am Montag noch keine Testergebnisse vor.

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