Zerstörte Infrastruktur ein Problem

Nach Borkenkäfer und Unwetter: Wald vor weiterer Katastrophe schützen

Die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask schaute sich zusammen mit Regionalforstamtsleiter Jörn Hevendehl (Zweiter von links) und weiteren Experten die Unwetterschäden in den heimischen Wäldern an.
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Die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask schaute sich zusammen mit Regionalforstamtsleiter Jörn Hevendehl (Zweiter von links) und weiteren Experten die Unwetterschäden in den heimischen Wäldern an.

Die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask schlägt Alarm: Weil nach dem Jahrhundert-Unwetter Mitte Juli viele Waldwege in der Region weiterhin stark beschädigt sind, fordert die Landespolitikerin Wiederaufbauhilfe für zerstörte Waldwege.

Denn diese seien auch ein Problem in Sachen Waldbrandgefahr. Mit ihrem Anliegen wendet sich Blask an Ursula Heinen-Esser (CDU), Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen.

Zusammen mit Jörn Hevendehl, Leiter des Regionalforstamtes, und weiteren Experten schaute sich Blask jetzt in den heimischen Wäldern um, um sich so ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung zu machen. „Überspülte und zerstörte Waldwege sind auch eine Bedrohung in puncto Waldbrandgefahr“, sagte sie im Anschluss: „Wenn es zu einem Waldbrand kommt, kann die Feuerwehr nicht mehr mit schwerem Gerät und Löschzügen zu den Brandherden vorrücken.“

Experten fordern schnellen Wiederaufbau

Experten von Wald und Holz NRW, von den heimischen Forstbetriebsgemeinschaften und der Feuerwehr hätten bereits vor drastischen Folgen gewarnt und einen schnellen Wiederaufbau der Waldwege-Infrastruktur angemahnt.

In ihrem Brief an Ministerin Heinen-Esser fordert Blask schnelle finanzielle Wiederaufbauhilfe in Höhe von zehn Millionen Euro für den Märkischen Kreis.

In Südeuropa toben verheerende Waldbrände

„Nun war und ist dieser Sommer bei uns ungewöhnlich feucht und relativ kalt – bei unseren europäischen Partnern können wir hingegen beobachten, wie Hitze und Dürre zu verheerenden Waldbränden geführt haben“, verweist Blask in dem Brief auf die vielen Waldbrände unter anderem in Griechenland, in Italien und in der Türkei.

Um auch in der Region für künftige wärmere und trockene Sommer gewappnet zu sein, hätten die Feuerwehren und die Forstämter gewarnt, dass dringend eine Soforthilfe-Maßnahme zur Instandsetzung der durch die Flutkatastrophe zerstörten Waldwege benötigt werde.

Bedarf wird auf rund zehn Millionen Euro geschätzt

„Die Experten von der Feuerwehr, von Wald und Holz und von den Forstbetriebsgemeinschaften taxieren die Kosten einer solchen Maßnahme für den Märkischen Kreis auf etwa zehn Millionen Euro“, heißt es in dem Brief weiterhin.

Blask unterstütze die Forderung „voll und ganz“ und bittet die Ministerin daher, mit ihrem Haus eine Lösung zu erarbeiten, „um unsere bereits stark gebeutelten Wälder (Stichwort Borkenkäfer) vor einer weiteren Katastrophe zu schützen“.

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