Weltspartag 2019 bleibt in unschöner Erinnerung

Nach Bombendrohung gegen Volksbank: Das ist der Ermittlungsstand

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Großräumig gesperrt: Nachdem am Weltspartag die Bombendrohung gegen die Volksbank an der Straße Altes Dorf eingegangen war, hatten die Einsatzkräfte vor allem die Sicherheit der Bevölkerung im Blick.

Werdohl – Den Weltspartag 2019 werden die Werdohler garantiert nicht so schnell vergessen: An diesem Mittwoch war gegen 13 Uhr eine Bombendrohung gegen die Volksbank eingegangen. Wir haben uns nach dem aktuellen Ermittlungsstand erkundigt.

Ein Mann hatte am 30. Oktober im Servicecenter der Volksbank in Südwestfalen angerufen und die Drohung ausgesprochen. Erst nach einer aufwendigen Suchaktion hatte die Polizei mehr als vier Stunden später Gewissheit: Die Drohung hatte keinen ernsten Hintergrund. 

Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski hatte kurz nach dem Vorfall auf Nachfrage erklärt, es werde seitens der Volksbank überprüft, ob ein Tonbandmitschnitt des Drohanrufes vorliegt.

„Aus Datenschutzgründen werden allerdings ja nicht alle Anrufe aufgezeichnet“, so Boronowski. Sollte das der Fall sein, könnte die Aufzeichnung beim Landeskriminalamt (LKA) untersucht werden. 

Dort gibt es eine kriminologische Sprachdatenbank, mit deren Hilfe Forensiker nach Erpresser- oder Drohanrufen Rückschlüsse auf Alter oder Herkunft des Täters ziehen können. 

Fall ist noch nicht abgeschlossen

Neue Erkenntnisse zum Fall konnte der Polizei-Pressesprecher jedoch noch nicht mitteilen. „Allerdings ist der Fall auch noch nicht abgeschlossen. Die Ermittlungen laufen noch“, sagte Dietmar Boronowski. 

Bombendrohung gegen Volksbank in Werdohl

Nachdem der Unbekannte am Weltspartag angerufen hatte, hatten sich Polizei und Rettungskräfte sofort mit einem Großaufgebot auf den Weg zum Volksbank-Gebäude an der Straße Altes Dorf gemacht.

An der Einsatzstelle waren die Beamten direkt an die Arbeit gegangen, um den gesamten Bereich weiträumig abzusperren. Dafür hatte die Polizei Wagen an der Ecke Bahnhofstraße und auch an der Goethestraße platziert. 

Parallel dazu hatte die Evakuierung der Menschen, die sich im Bankgebäude aufhielten, begonnen. 

Sprengstoffspürhund ins Sauerland gebracht

Mit einem speziell ausgebildeten Sprengstoffspürhund – der für diesen Einsatz eigens auf Krefeld ins Sauerland gebracht worden war – hatten die Einsatzkräfte zunächst den unteren Teil der Volksbank durchsucht – ohne Ergebnis.

Auch in allen weiteren Bereichen des Gebäudes war nach der Bombe gesucht worden, doch die Einsatzkräfte fanden zum Glück nichts Verdächtiges. 

In Werdohl hatte es vor ziemlich genau vier Jahren schon einmal eine anonyme Bombendrohung gegeben. Im November 2015 musste der Bahnhof komplett geräumt werden.

Auch der Zugverkehr wurde an diesem 18. November vorübergehend eingestellt. Ein Sprengsatz wurde auch damals nicht gefunden. Allerdings konnte die Polizei einen 55-jährigen Lüdenscheider schnell als Täter überführen.

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