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Nach Aus von Abellio: Deutsche Bahn soll auf Ruhr-Sieg-Strecke fahren

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Von: Markus Wilczek

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Bahnbetreiber Abellio
Wird die Deutsche Bahn das Bahnunternehmen Abellio ab dem 1. Februar auf der Ruhr-Sieg-Strecke ablösen? Geht es nach CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und dem CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick lautet die klare Antwort: „Ja!“ © picture alliance/Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Fährt ab 1. Februar wieder die Deutsche Bahn auf der Ruhr-Sieg-Strecke und betreibt als Nachfolger von Abellio die Linien RB 91 und RE 16? Das zumindest ist der Wunsch von CDU-Bundesgeneralsekretär Paul Ziemiak, heimischer Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis MK II, und Thorsten Schick, Landtagsabgeordneter für die Christdemokraten.

Lennetal - Ihr Anliegen äußern Ziemiak und Schick in einem Schreiben an Werner J. Lübberink, Bahnchef in NRW. „Für den Märkischen Kreis und Südwestfalen ist diese Strecke unverzichtbar. Eine hohe Zahl von Pendlern ist täglich auf dieser Strecke unterwegs und damit auf die Bahn als sicheres Verkehrsmittel angewiesen“, heißt es in dem Schreiben.

Die Deutsche Bahn setze unabhängig von der Entscheidung Abellios ab dem 12. Dezember auf der Ruhr-Sieg-Strecke einen Intercity ein. Die IC-Linie 34 verbindet im Zwei-Stunden-Takt Frankfurt und Münster durch das Lennetal. Im Fahrplan befindet sich sogar eine tägliche Direktverbindung an die Nordsee nach Norddeich/Norderney. „Wir würden uns daher wünschen, dass die Deutsche Bahn die Verbindungen von Abellio übernimmt und ihr Streckennetz im Märkischen Kreis stärkt“, schreiben Schick und Ziemiak abschließend.

Die Bahn hatte bis 2007 mit veralteten Zügen die Ruhr-Sieg-Strecke bedient. Anschließend übernahm Abellio, der Ableger der niederländischen Staatsbahn hatte die Ausschreibung gewonnen, und punktete bei vielen Pendlern mit modernen Zügen sowie großer Pünktlichkeit – und dies ohne nennenswerte Ausfälle.

Abellio wird die Strecke nur noch gut zwei Monate bis Ende Januar befahren. Denn die Verhandlungen zwischen dem finanziell angeschlagenen Bahnunternehmen und den Verkehrsverbünden, die für die Finanzierung und die Organisation des Nahverkehrs in NRW verantwortlich sind, scheiterten in dieser Woche endgültig.

Für die Fahrgäste soll der Übergang auf ein neues Verkehrsunternehmen möglichst störungsfrei verlaufen: Tickets bleiben gültig, die Preise werden vorerst nicht erhöht.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Verhandlungen zwischen dem finanziell angeschlagenen Bahnunternehmen und den Verkehrsverbünden, die für die Finanzierung und die Organisation des Nahverkehrs in NRW verantwortlich sind, endgültig gescheitert waren. Zuvor hatte Abellio fristgerecht sein neues Angebot an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit der Hoffnung auf eine Einigung gesandt.

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