112,76 Euro im Jahr mehr

Es wird teurer in Werdohl: Mustermanns zahlen 2019 mehr

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Erdgas, Strom, Abfallentsorgung und Bustickets werden im neuen Jahr teurer.

Werdohl - Für die Familie Mustermann wird das Leben 2019 in Werdohl teurer. Während einige Gebühren gesenkt werden, steigen andere umso mehr. Am Ende muss ein dreistelliger Betrag draufgezahlt werden.

Wir haben die Kosten aufgelistet:

Strom 

Als Stromkunden des Grundversorger Mark-E müssen die Mustermanns für ihre durchschnittlichen 3500 Kilowattstunden im kommenden Jahr 30,48 Euro mehr zahlen. Die Ausgaben steigen von 1101,7 auf 1132,18 Euro. 

Erdgas 

Ihr Haus heizt die vierköpfige Familie mit Erdgas, das sie von den Stadtwerken Werdohl bezieht. Bei einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr wurden 2018 dafür im günstigsten Tarif „Lennegas Clever“ 1252 Euro fällig. Aufgrund von gestiegenen Bezugskosten und Umlagen, mussten die Stadtwerke Werdohl den Preis je nach Tarif um sechs bis sieben Prozent erhöhen. Mustermanns zahlen im Tarif „Lennegas Clever“ nun 1323,96 Euro und damit etwa 70 Euro mehr im Jahr. 

Frischwasser

Auch dieses bekommen die Mustermanns über die Stadtwerke und verbrauchen davon in diesem Jahr 180 Kubikmeter. Weil sich auch die Kosten für Frischwasser in Werdohl zum Jahreswechsel nicht verändert haben, zahlt der vierköpfige Haushalt weiterhin 517 Euro. 

Abwasser

Im Vergleich zu 2018 reduziert sich die Schmutzwassergebühr für private Haushalte in Werdohl um 12 Cent. Familie Mustermann zahlt jetzt nur noch 2,86 Euro für den Kubikmeter. Gemessen wird der Verbrauch am benötigten Frischwasser. Für ihre 180 Kubikmeter zahlt die Familie also statt 536,4 nur noch 514,8 Euro. 

Regenwasser

Auch die Gebühr für Niederschlagswasser, auch Regenwasser-Gebühr genannt, wird 2019 leicht gesenkt. Für die Familie Mustermann, die ein Grundstück mit 130 Quadratmetern besitzt, bedeutet das statt 126,1 nur noch 123,5 Euro. 

Abfall 

Die Müllgebühr ist ein Einwohnergleichwert pro Person in Euro. 2017 lag diese Gebühr bei 83,01 Euro, 2018 sank sie auf 74,53 Euro, im kommenden Jahr steigt sie wieder auf 78,84 Euro. Für die vierköpfige Familie bedeutet das 315,36 Euro im Jahr, 2018 waren es 298,12 Euro. 

Grundsteuer B

Unsere Musterfamilie ist im Besitz eines Einfamilienhauses, in dem sie lebt und zahlt für diese Immobilie 365,80 Euro an Grundsteuer an die Stadt. Gegenüber 2018 ist dieser Wert unverändert, weil die Stadt den Hebesatz, der weiterhin bei 668 Prozentpunkten liegt, erneut nicht erhöht hat. 

Straßenreinigung und Winterdienst

Eine gesonderte Gebühr für diese Dienstleistungen erhebt die Stadt Werdohl nicht. Die Kosten sind in dem Hebesatz für die Grundsteuer B enthalten. 

Hundesteuer

Vierbeiner „Billy“ lebt seit vielen Jahren bei den Mustermanns und fällt als Golden Retriever nicht unter die Kategorie „gefährlicher Hund“. Seit Jahren zahlt die Familie daher 100 Euro im Jahr an die Stadt, um ihren Hund halten zu dürfen. 

Bus

Mutter Claudia arbeitet in Lüdenscheid und fährt jeden Morgen mit dem Bus der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) in die Nachbarstadt. Für das Monatsticket, mit dem Claudia über die Stadtgrenze hinaus fahren darf, zahlt sie im Abo 911,04 Euro im Jahr und damit nach einer Preiserhöhung der MVG 17,28 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Die Preise werden allerdings immer zum ersten August angepasst, weshalb der höhere Tarif bereits seit einigen Monaten gilt. 

Hallen- und Freibad

Die Familie unternimmt gerne gemeinsam sportliche Aktivitäten, dazu gehören auch regelmäßige Besuche im Hallen- und im Freibad. Die gemeinsamen Jahreskarten für drinnen und draußen gibt es weiterhin für 250 und 220 Euro. 

Volkshochschule Lennetal

Die Mustermann-Eltern besuchen im Jahr zwei Kurse der Volkshochschule. Im Schnitt liegen die Kosten für eine Kursteilnahme pro Person bei 50 Euro. Für 2018 kommen bei den Mustermanns also etwa 100 Euro zusammen. 

Kita-Gebühr

Der vierjährige Sohn Tobias wird 45 Stunden in der Woche in einer Werdohler Kindertagesstätte betreut. Dafür zahlen seine Eltern bei einem Brutto-Jahreseinkommen von 50 000 Euro monatlich 208 Euro. Hinzu kommen weitere 40 Euro (halber Beitrag für das zweite Kind) für den zweiten Sohn Tim (8), der das Offene Ganztagsangebot seiner Grundschule nutzt, sodass für Kita und Schule monatlich zusammen 248 Euro und für das ganze Jahr 2976 Euro fällig werden. Das Mittagessen der beiden Kinder ist da noch nicht eingerechnet. 

Bücherei

Vater Ralf Mustermann ist eine Leseratte und zahlt für seinen Bücherei-Ausweis jährlich 15 Euro. Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren entleihen ohnehin kostenlos. 

Gesamtrechnung

Insgesamt muss die Familie Mustermann 8864,64 Euro und damit 112,76 Euro im Jahr mehr zahlen. Sinkende Abwasser- und Regenwassergebühren kommen gegen die Erhöhungen von Abfallentsorgungs-Gebühren, Strom- und Gaskosten und Ticketpreisen nicht an.

Familie Mustermann: Unsere Familie Mustermann besteht aus Vater Ralf (32), der in Werdohl arbeitet und morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, Mutter Claudia (30), die ihren Job in Lüdenscheid hat, den beiden Kindern Tobias (4) und Tim (8) sowie Hund „Billy“. Der jüngere Sohn geht für wöchentlich 45 Stunden in eine Kindertagesstätte, der ältere in die Grundschule mit anschließender Nachmittagsbetreuung. Zusammen beträgt das Brutto-Jahreseinkommen der Eltern 50.000 Euro. Die Familie wohnt in einem Einfamilienhaus in Werdohl.

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