Musikzug des Versetaler Schützenvereins lädt ein

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Unter der Stabführung von Mathias Lipski präsentierte der Musikzug des Versetaler Schützenvereins –übrigens mit dankbar vielen weiblichen Ensemblemitgliedern – ein Konzert, das offiziell den Charakter einer öffentlichen Probe trug.

Werdohl - Das hat seit inzwischen mehr als 20 Jahre Tradition: Einmal im Jahr lädt der Musikzug des Versetaler Schützenvereins zu einer mit einem Dämmerschoppen verbundenen öffentlichen Probe ins Schützenheim nach Altenmühle ein. Eine Veranstaltung, die von Beginn an großen Zuspruch fand und weiterhin findet – wie jetzt erneut zu sehen war.

Für die Zuhörer hieß das: Musikgenuss für drei Stunden. Für die Musiker bedeutete das andererseits: Nicht nur – wie sonst bei Renate Olbrich – hinsetzen und das Probenrepertoire runterspielen, sondern unter Konzertbedingungen musikalisch Freude bereiten.

Und genau das ist dem Musikzug des Versetaler Schützenvereins, der 1951 aus dem Musikverein Eveking hervorgegangen war, immer schon gelungen. Die hohe Zeit des mittlerweile 95 Jahre jungen Ensembles begann im Grunde unter der Stabführung von Obermusikmeister Rudi Fritz. Er formte seine Mitstreiter zu einem Klangkörper, der nicht nur das übliche Schützenfest-Repertoire abspulen konnte. Hohes Niveau, hohe Herausforderungen – das war sein Merkmal. Und nicht zuletzt deshalb gab es auf Vermittlung des damaligen Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Schmöle eine erfolgreiche Tournee durch Brasilien, die auch mit einer Langspielplatte ihren Niederschlag gefunden hat.

Aktuell stehen die Versetaler Musiker unter der Stabführung des noch sehr jungen Mathias Lipski, der es versteht, das bestehende Repertoire durch neue Stücke nicht nur zu ergänzen, sondern zu bereichern.

Vom Marinemarsch zur Eröffnung des jetzigen Dämmerschoppens über das Konzert der Liebe bis hin zum Ausflug in die Welt des Musicals reichte die Spannbreite. Dazwischen lagen Kompositionen, die Schwung vermittelten, oder auch vergleichsweise etwas tragendere Melodien. Das alles sehr zur Freude des Publikums, das sich nun allerdings – zumindest was die öffentliche Probe betrifft – ein Jahr bis zum nächsten Event gedulden muss. Aber über das Jahr verteilt gibt es auch andere Gelegenheiten, den Musikzug des Versetaler Schützenvereins zu erleben.

Von Rainer Kanbach

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