Musik und Werdohler Bilder beim Museumsabend

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Andreas Späinghaus (links) und Udo Böhme werden am Museumsabend stilecht gewandet Anekdoten aus der Werdohler Stadtgeschichte erzählen.

Werdohl -  Erstmals hat der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) im vergangenen Jahr eine Museumsnacht veranstaltet. Eine Neuauflage ist für Freitag, 20. Oktober, geplant – allerdings als Museumsabend. „Diese Bezeichnung trifft es besser, wenn man von 18 bis 22 Uhr ein Programm anbietet“, begründet der HGV-Vorsitzende Heiner Burkhardt die Änderung.

Teil des Museumsabends sollen Erzählungen und Anekdoten sein, die die beiden Werdohler Geschichtsbummler Udo Böhme und Andreas Späinghaus vortragen werden. „Zu verschiedenen Themen und in zwei Blöcken“, erklärte Heiner Burkhardt, wie die beiden Protagonisten den Abend mit unterhaltsamen Vorträgen aus der Werdohler Stadtgeschichte gestalten wollen. Dabei gehe es nicht um die ganz große Geschichte, sondern es werde Wert auf die kleinen Geschichten zur Geschichte gelegt.

Für 19 Uhr sei ein Auftritt der Musikerin, Malerin und Fotografin Monika Tartsch geplant, berichtet Burkhardt weiter. Sie stammt gebürtig aus Werdohl, lebt aber mittlerweile in Ostwestfalen, in einem 3000-Einwohner-Dorf nordwestlich von Warburg. Zur Musik fand Monika Tartsch schon früh im Werdohler Kinderchor und an der Musikschule, lernte Klavier, Gitarre, Altflöte und Querflöte. Nachdem sie Musik studiert hat, ist sie heute nicht nur selbst Musikerin und Sängerin, sondern auch Chorleiterin und Musiklehrerin.

„Es liegt mir am Herzen, den Menschen den Zugang zur Musik zu ebnen“, hat sie einmal in einem Zeitungsinterview gesagt. Beim Museumsabend in ihrer Heimatstadt Werdohl will Monika Tartsch nun die Musik mit ihrer zweiten Leidenschaft verbinden: dem Fotografieren. Schon vor einigen Wochen ist sie mit der Kamera durch Werdohl gestreift und hat viele Hausfassaden und architektonische Details aufgenommen. Die Ergebnisse dieser Rückkehr in ihre eigene Kindheit und Jugend will sie nun in großen Projektionen im Stadtmuseum präsentieren, untermalt von ihrer Klaviermusik, Eigenkompositionen, aber auch klassischen Werken.

Heiner Burkhardt ist sehr gespannt auf diese Mischung, besonders aber auf die Fotos. „Wir haben ja viele schöne Fassaden mit Jugendstil-Motiven oder mit klassizistischen Elementen. Die sieht man aber oft nur, wenn man einmal den Kopf hebt“, weiß der HGV-Vorsitzende, der von Beruf Architekt ist.  Entstanden ist der Kontakt zu Monika Tartsch übrigens über ihre Mutter, die Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein ist.

In einer längeren Pause werden Besucher die Möglichkeit haben, sich die Exponate des Museums anzuschauen oder weiteren Geschichten der beiden Geschichtsbummler zu lauschen. Mitglieder des Kleinen Kulturforums werden Getränke anbieten.

Finanziell unterstützt wird der Museumsabend von der Volksbank im Märkischen Kreis. Der Eintritt ist frei.

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