Mütter und Kinder genießen den Tag

Mit dem Bürgerbus und einem Privatwagen sind diese Frauen und Kinder in den Westfalenpark gefahren. Die Fahrer haben die Organisation und die Fahrtkosten übernommen.

Werdohl - Die Hilfsbereitschaft für die Menschen ist groß, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten und in Werdohl zumindest vorübergehend eine neue Heimat gefunden haben. Am Samstag haben die Fahrer des Werdohler Bürgerbusses eine Aktion gestartet, die von der heimischen Flüchtlingshilfe finanziell unterstützt wurde: Um zwölf Frauen und ihre Kinder auf andere Gedanken zu bringen, organisierten die Aktiven einen Tages-Ausflug in den Dortmunder Westfalenpark.

Die Idee war im Rahmen eines der monatlichen Fahrertreffen entstanden. Im August hatten die Aktiven zunächst eine Tour für männliche Flüchtlinge organisiert, die in die Reckenhöhle ins Hönnetal und anschließend an den Sorpesee führte. Für die Frauen und Kinder stand nun der Besuch des Westfalenparks auf dem Programm.

„Wir wollten ihnen auch zeigen, wie schön es in unserer Region ist“, sagt Mitorganisator Dietmar Kunze. Die Organisatoren fuhren die Flüchtlinge aus Syrien und Albanien nach Dortmund und übernahmen die Kosten für die Anreise. Den Eintritt in den Westfalenpark sponserte die Flüchtlingshilfe Werdohl, ebenso wie eine Tasse Kaffee, beziehungsweise ein Eis für jeden Teilnehmer. „Die Nachfrage war so groß, dass noch ein Privatfahrzeug mitfahren musste“, berichtet Kunze.

Obwohl sich das Wetter zunächst nicht von seiner besten Seite zeigte, hätten alle Beteiligten den Aufenthalt im Park sehr genossen. Durch private Spenden sei den Frauen und Kindern noch eine Fahrt in der kleinen Parkeisenbahn ermöglicht worden. Der Rosen- und Dahliengarten waren ganz besondere Anziehungspunkte, die Mädchen und Jungen konnten sich auf dem großen Spielplatz austoben.

„Da der größte Teil der Flüchtlinge bisher noch kein Deutsch und auch nur wenig Englisch sprechen kann, mussten wir uns mit Händen und Füßen verständigen“, erinnert sich Kunze. Er stellt fest: „Trotzdem funktioniert es.“

Die Werdohler Bürgerbusfahrer seien gerne dazu bereit, eine solche Aktion noch einmal durchzuführen, erklärt Dietmar Kunze abschließend.

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