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Balver sind Müllkreismeister - Werdohl unter dem Schnitt

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Von: Volker Griese

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Die Balver sind „Müllmeister“ 2021 im kreisweiten Vergleich: Im Schnitt kamen hier 0,6 Tonnen Müll auf jeden Einwohner. Plettenberg liegt mit 0,52 Tonnen je Einwohner über dem Kreisschnitt und weit entfernt von Werten aus Neuenrade (0,37 Tonnen/Einwohner) und Halver (0,39 Tonnen/Einwohner).
Die Balver sind „Müllkreismeister“ 2021 im kreisweiten Vergleich: Im Schnitt kamen hier 0,6 Tonnen Müll auf jeden Einwohner. Werdohl liegt mit knapp 0,47 Tonnen je Einwohner leicht unter dem Kreisschnitt, Neuenrade hat mit 0,37 Tonnen am wenigsten Müll produziert. © Christogeros

Deutlich über dem kreisweiten Durchschnitt lag das Müllaufkommen im vergangenen Jahr in der Stadt Balve. Das geht aus aktuellen Zahlen des Märkischen Kreises hervor. Werdohl liegt demnach nur knapp über und Neuenrade deutlich unter dem Durchschnitt.

Werdohl/Neuenrade/Balve - Gemäß den Zahlen, die die Kreisverwaltung kürzlich dem Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung vorgelegt hat, produzierte rein rechnerisch jeder Werdohler im Jahr 2021 mit 468 Kilogramm rund 24 Kilogramm weniger Müll als die Bürger im kreisweiten Durchschnitt. Auch Neuenrade lag mit 374 Kilogramm deutlich um dem Kreis-Wert von 492 Kilogramm, während Balve mit fast 605 Kilogramm pro Kopf einsamer Spitzenreiter war.

Der Großteil des Mülls entfiel in Werdohl wie auch in fast allen anderen Städten außer Neuenrade auf den Hausmüll. Das Hausmüllaufkommen betrug in der Stadt an Lenne und Verse 3946 Tonnen. Außerdem produzierten die Werdohler 1352 Tonnen Sperrmüll und 841 Tonnen Bio- und Grünabfall, der an den Bringhöfen angeliefert oder zu besonderen Terminen von den Grundstücken abgeholt wurde. Hinzu kamen 959 Tonnen Altpapier, 364 Tonnen Altglas und 828 Tonnen Leichtverpackungen. All das summiert sich auf 8289 Tonnen.

In Neuenrade fällt auf, dass der Hausmüll mit 1052 Tonnen dort nicht den größten Teil des Müllaufkommens ausmacht. Das dürfte damit zusammenhängen, dass den Haushalten in der Stadt an der Hönnequelle anders als in den meisten anderen Städten des Kreises eine Bio-Tonne für kompostierbare Abfälle zur Verfügung steht. Entsprechend hoch ist in Neuenrade mit 1366 Tonnen der Anteil der Bio- und Grünabfälle am gesamten Abfallaufkommen. Mit dem speziellen Neuenrader Müllgebührensystem, bei dem die Entsorgung von Sperrmüll nach Gewicht bezahlt werden muss, dürfte auch das mit 405 Tonnen kreisweit geringste Sperrmüllaufkommen zusammenhängen. Altpapier schlägt in der Neuenrader Abfallbilanz mit 768 Tonnen zu Buche, an Altglas wurden 240 Tonnen gesammelt. Das Gewicht der überwiegend in gelben Säcken gesammelten Leichtverpackungen summierte sich auf 547 Tonnen. Alles in allem produzierten die Neuenrader 4378 Tonnen Müll.

Bleibt der Blick nach Balve, das sich mit dem zweifelhaften Titel des „Müllkreismeisters“ schmücken kann: Insgesamt kamen dort 6771 Tonnen zusammen. Mit 2537 Tonnen lieferte der Hausmüll den größten Anteil an diesem Müllberg. An Sperrmüll lieferten die Balver 599 Tonnen ab. Bio- und Grünabfälle, die in der Hönnestadt wie auch in Werdohl in Sondersammlungen vom Grundstück abgeholt oder an Bringhöfen angeliefert werden, schlagen in der Statistik mit 2030 Tonnen zu Buche. Der Altpapieranteil am gesamten Müllaufkommen betrug 853 Tonnen, als Altglas kamen 230 Tonnen zusammen. 523 Tonnen brachten in Balve die entsorgten Leichtverpackungen auf die Waage.

Kreisweit sei laut Mitteilung eine Steigerung des Müllaufkommens im vergangenen Jahr zu sehen gewesen. So ist die Menge an Hausmüll um rund 187 Tonnen, an Sperrmüll um 291 Tonnen gestiegen. Insgesamt fiel kreisweit 336 621 Tonnen an Abfall an; darin enthalten sind auch Bau- und mineralische Abfälle, Steine und Erden.

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