Wieder Ärger wegen des Mülls

Den ständig wechselnden Bewohnern des Übergangswohnheims ist die deutsche Mülltrennung nicht beizubringen.

WERDOHL -   Am Übergangsheim für Asylbewerber in der Osmecke gibt es ein Müllproblem. Anwohner klagen immer wieder über Plastiktüten gefüllt mit Abfall, die auf der Straße liegen und über zu wenige Container vor dem Gebäude.

Von Ute Heinze

Nach der jüngsten Beschwerde eines Anwohners hat die Stadt nun reagiert und das Müllvolumen für die 37 Asylbewerber, die in Werdohl untergekommen sind, um weitere 250 Liter erhöht. Das teilt Bodo Schmidt, im Rathaus zuständig für den Bereich Soziales, auf Anfrage dieser Zeitung mit.

In den vergangenen Wochen habe es in dem einzig verbliebenen städtischen Übergangsheim eine hohe Fluktuation gegeben, weil Werdohl von den Landesaufnahmestellen im Land weitere Flüchtlinge unterschiedlicher Nationen zugewiesen worden seien.

Bis sich das Leben im Übergangsheim nach einem solchen Personenwechsel eingespielt habe, dauere es immer eine Weile, weiß Bodo Schmidt. Deshalb seien Mitarbeiter der Verwaltung mehrmals wöchentlich vor Ort.

Sie schauten nach, ob alles in Ordnung sei. Die von den Anwohnern beschriebene Müll-Problematik würde meist über die Wochenenden auftauchen, so Schmidt, der den Ärger der Anwohner sehr gut nachvollziehen kann.

Den Bewohnern des Übergangsheimes die Mülltrennung nahe zu bringen, haben Bodo Schmidt und seine Mitarbeiter übrigens mittlerweile aufgegeben. Die Aufklärungsarbeit in Sachen Mülltrennung sei in der Vergangenheit ohne Ergebnis geblieben. „Das Müllproblem ist ein Problem, was uns fortwährend beschäftigt“, skizziert der städtische Mitarbeiter die Situation an dem Übergangsheim für Asylbewerber. Eine zu hohe Fluktuation innerhalb des Heimes und Sprach-Barrieren seien unter anderem Ursachen.

Doch nicht nur die überfüllten Müllcontainern führen laut Schmidt zu Beschwerden der Anwohner. So würden die Nachbarn des Übergangsheimes in der Osmecke auch über den Lärm rund um die Einrichtung klagen.

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