MP3-Player als Gefahr fürs Ohr

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Claudia Kurz bei der Lautstärke-Kontrolle. ▪

WERDOHL ▪ Mit 20 Jahren schwerhörig? Das ist heute keine Seltenheit mehr. Schuld daran ist insbesondere die zu laute Musik aus den MP3-Playern. „Wird die lautstarke Musik über Kopfhörer mit über 89 Dezibel zum täglichen Dauerohrwurm, riskiert der Jugendliche nach etwa fünf Jahren einen unheilbaren Hörschaden“, erklärt Michael Lückev von der Verbraucherzentrale. Er war gestern gemeinsam mit seiner Kollegin Claudia Kurz zu Gast in der Realschule. In der 9b informierten die beiden Experten die Schüler über die Risiken.

„Die Ärzteverbände verzeichnen eine drastische Zunahme von Innenohrschäden bei 16- bis 20-Jährigen“, berichtete Kurz. Wie laut die Schüler Musik hören, wurde wenig später gemessen. „Grundsätzlich kann man sagen, wenn ich die Musik meines Nachbarn hören kann, ist die Musik zu laut“, mahnt Kurz. Das gefährliche daran: Der Hörer spüre zunächst gar nicht, dass die Musik viel zu laut ist. Der Hörschaden käme schleichend, sei dann aber nicht mehr zu beheben.

Ein normaler MP3-Player sei durchaus in der Lage 85 oder sogar 100 Dezibel zu erreichen. „Bei 85 Dezibel müsste in der Arbeitswelt ein Hörschutz getragen werden“, so Lückev. Eine Lautstärke von 100 Dezibel entspreche einem Presslufthammer oder dem Verkehrsgeräusch an einer Autobahn. Bei der Überprüfung der Geräte waren die meisten Geräte der Jugendlichen über 85 Dezibel. „Wir haben verstanden, wie gefährlich das ist und werden zumindest nicht mehr ständig so laut Musik hören“, lautet das Fazit der Schüler.

Lydia Machelett

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