Mit dem Motorrad an die chinesische Grenze und zurück

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Thomas Houf (links) und der Geschäftsführer von BMW-Kaltenbach, Marcel Henseler, stehen vor einer BMW R 1200 GS. Mit einem Vorläufer dieser Maschine bestritt Houf seine Reise bis zur chinesischen Grenze.

WERDOHL - Der Kölner Thomas Houf fuhr in fünf Monaten mehr als 25 000 Kilometer auf dem Motorrad bis zur chinesischen Grenze und wieder nach Hause. Am Donnerstag erzählte er von seiner Reise bei Kaltenbach Automobile. Den gut 200 Besuchern bot sich ein sehenswerter Vortrag, der sehr unterhaltsame und auch nachdenkliche Elemente bereit hielt.

„Eine so lange Reise zu begehen, ist nicht einfach. Man muss es tatsächlich wollen“, betonte Houf bei seinem Vortrag. Der gelernte Fotograf berichtete mit einer Diashow sowie Videos von seiner Reise, die er auf dem Motorrad bis China und wieder zurück nach Köln bestritt.

Dabei beschränkte er sich nicht darauf, nur die aufwendig aufgenommenen Bilder zu präsentieren. „Wegen solchen schönen Momentaufnahmen macht man sich zwar ursprünglich auf den Weg, aber es sind die spontan festgehaltenen Situationen und Erlebnisse, die so eine Reise ausmachen.“

Aus diesem Grund bekamen die Gäste, die aus dem gesamten Kreis und darüber hinaus angereist waren, nicht nur die schönen Augenblicke zu sehen, seien es Sehenswürdigkeiten aus Ephesus und aus Tadschikistan. Vielmehr zeigte Houf auch kritische Momente, wie etwa einen Unfall sowie den Abschied von einem auf der Reise getroffenen Weggefährten.

Der Kölner resümiert jedoch: „Alle Ängste, Schmerzen, Anstrengungen und alles Leid sind egal, sobald man es geschafft hat. Das war es wert.“ Gerade in Momenten der Ruhe an einem Ort fern von allen Freunden, Verwandten und Besitztümern beginne man oft zu philosophieren und sammle wichtige Lebenserfahrungen.

Der Vortrag war nicht nur von spannenden Geschichten und nachdenklich stimmenden Erzählungen, sondern auch von vielen witzigen Sprüchen und Anekdoten des Kölners geprägt, der die Zuschauer mit seinen Darstellungen sichtlich fesselte.

Der Geschäftsleiter von Kaltenbach Automobile, Marcel Henseler, bedankte sich bei Houf für den unterhaltsamen Abend: „Das war ein super Vortrag, den wir heute erleben durften. Es war der erste dieser Art hier und viele Leute waren davon sehr angetan.“ Die gute Resonanz war deutlich hörbar, die Anwesenden klatschten noch lange nach Ende der Diashow.

Gemeinsam mit der Kaltenbach-Gruppe plant Houf eine weitere Motorradreise nach Asien. Für die Kaltenbach-Entdeckertour, die am 15. Mai 2014 beginnen soll, werden noch Mitfahrer gesucht, die bereit sind, wertvolle Erfahrungen auf einer weiten Reise zu sammeln.

Houf bemerkte immer wieder: „Es ist teilweise sehr schwer, tausende Kilometer auf schlechten Straßen zu fahren und hunderte Kilometer ohne Stromanschluss und sogar ohne Tankstelle auszukommen.“ Auch die Vorbereitungen mit Impfungen und Visa, die man besorgen müsse, kosteten Zeit und Geld. Diese Mühen seien es aber wert: „Auf so einer Reise hat man hunderte interessante Begegnungen und schließt mehr als nur eine Hand voll neuer Freundschaften.“

Die Fahrt 2014 soll angenehmer gestaltet werden, beispielsweise mit Begleitwagen für mehr Proviant und mindestens einem Dolmetscher. „Alle Menschen haben Sehnsüchte und Träume“, erzählte Houf. „Diese möchte ich gerne wecken und Menschen dazu ermuntern, vieles mal hinter sich zu lassen und in die Ferne aufzubrechen.“

Von Stefan Zorn

Weitere Infos unter www.richtungchina.de. Auch andere Touren in den kommenden Jahren sind geplant.

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