Moschee-Verein will vielleicht größer anbauen

Die türkisch-islamische Gemeinde will anbauen. Dann könnten Parkplätze wegfallen.

WERDOHL ▪ Die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde zu Werdohl erwägt einen Anbau an das Moscheegebäude an der Freiheitstraße. Das hat Bürgermeister Siegfried Griebsch am Dienstag im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung berichtet.

Zur Sprache kam das Thema im Zuge der Diskussion um das von der Verwaltung vorgelegte Parkraumkonzept. SPD-Ratsherr Cornelius Böttcher hatte vorgeschlagen, mit den Verantwortlichen der Freien Evangelischen Gemeinde an der Derwentsider Straße Gespräche zu führen, um Autofahrern das Parken vor dem Gebäude offiziell zu ermöglichen. Man könne eventuell eine ähnliche Vereinbarung treffen, wie sie bereits mit der Ditib-Gemeinde besteht, schlug Böttcher vor. Auf dem Moscheeparkplatz an der Freiheitstraße darf bekanntlich jeder sein Auto abstellen – nur freitags ist der Parkplatz für die Öffentlichkeit gesperrt. Dann ist er für die Mitglieder der Gemeinde reserviert, die dort am Gottesdienst teilnehmen.

Nach Böttchers Vorschlag berichtete Griebsch, dass die Gemeinde eventuell einen Anbau plane – und deshalb an der Freiheitstraße einige Parkplätze wegfallen könnten. „Bisher gab es allerdings nur eine mündliche Anfrage. Das war vor etwa zwei Monaten“, sagte das Stadtoberhaupt. Ein Bauantrag oder ein anderes Schriftstück sei bisher noch nicht bei der Verwaltung eingegangen. Deshalb könne er den Ausschussmitgliedern auch nichts Konkretes berichten. Seines Wissens plane die Gemeinde, einen zusätzlichen Gebetsraum sowie einen Raum für die Jugendlichen zu errichten.

Sollte dieser Anbau entstehen, würden rund zehn Parkplätze wegfallen, erklärte Fachbereichsleiter Bernd Mischke im Gespräch mit unserer Zeitung. Allerdings habe die türkisch-islamische Gemeinde bereits angefragt, ob die Stadt bereit sei, den Grünstreifen neben dem Moscheegelände – er befindet sich im Besitz der Stadt – zu verkaufen. „Dort sollen dann neue Parkplätze geschaffen werden“, berichtete der Bürgermeister. Vier Plätze, so schätzte Mischke, könnten dort neu entstehen. Folglich könnten nach der Fertigstellung des Anbaus unterm Strich sechs Autos weniger auf dem Ditib-Gelände zum Parken abgestellt werden.

Carla Witt

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