Stadt investiert knapp 500.000 Euro

Modernste Technik für die Riesei-Sporthalle

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Neue Leuchten mit LED-Technik montieren hier Mitarbeiter der Werdohler Firma Meschede & Co. unter der Decke der Riesei-Sporthalle. Es werden weniger Leuchtkörper als bisher benötigt, zudem sind die neuen Modelle sparsamer.

Werdohl – Eine neue Gasbrennwertheizung hat die Sporthalle Riesei schon vor rund vier Wochen erhalten. Jetzt lässt die Stadt Werdohl auch die Beleuchtung und die Lüftungsanlage austauschen.

Nach der 68 000 Euro teuren neuen Heizungsanlage investiert die Stadt damit nun noch einmal rund 470 000 Euro in ihre größte Sporthalle. Auch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. 

Energieeffizienz und Energieeinsparung sind die Stichworte, unter denen man die große Renovierungsoffensive bewerten muss. Besonders deutlich wird das bei der Beleuchtung. „Wir bekommen das Modernste, was der Markt momentan hergibt“, verkündet Peter Gudio Grau vom Immobilienmanagement der Stadt mit hörbarem Stolz. 

Neue Lampen sind präsenz - und luxgesteuert

Was heißt das konkret? Es werden LED-Leuchten eingebaut, die präsenz- und luxgesteuert sind, also tatsächlich nur dann automatisch eingeschaltet werden, wenn sich jemand in der Halle befindet und zusätzlich das einfallende Tageslicht einen gewissen Wert unterschreitet. Dass die energiesparende LED-Beleuchtung nicht nur in der Sporthalle, sondern auch in den Fluren, Umkleidekabinen, Duschräumen und allen Nebenräumen eingesetzt wird, erhöht den Einspareffekt. Die Stadt verspricht sich von der Maßnahme, die mit insgesamt rund 190 000 Euro zu Buche schlägt, eine Energieeinsparung von etwa 75 Prozent. Eine Amortisation der Investition sei unter Berücksichtigung einer 90-prozentigen Förderung des Landes schon nach einem Betriebsjahr erreicht, hieß es seinerzeit im Bau- und Liegenschaftsausschuss. 

Auch die Lüftungsanlage der Spothalle wird in diesen Tagen ausgetauscht, denn immerhin ist die genauso alt wie die Immobilie selbst: gut 30 Jahre. „Die Energieeinsparung ist riesig“, erklärt Grau, dass auch dies unter dem Gesichtspunkt der mittel- und langfristigen Kostenersparnis geschieht. Zwar muss die Stadt dafür zunächst rund 280 000 Euro ausgeben. Auch diese Maßnahme wird allerdings mit 90 Prozent nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz bezuschusst, mit dem das Land NRW die Investitionstätigkeit von finanzschwachen Kommunen unterstützt. 

Neue Technik des Luftaustausches

Die Energieersparnis ergibt sich nach Darstellung von Peter Guido Grau vor allem durch eine neue Technik des Luftaustausches. Bisher wurde stetig frische Außenluft in die Sporthalle geblasen, die bei niedrigen Außentemperaturen natürlich zuvor noch unter hohen Energieeinsatz erwärmt werden musste. Eben alte Technik aus einer Zeit, in der man sich über Energieeffizienz noch nicht sonderlich Gedanken gemacht hat. „Die neue Lüftungsanlage führt kaum noch Frischluft zu“, erklärt Grau. Die Luftqualität in der Halle werde durch Messgeräte überwacht, die rechtzeitig für Frischluftzufuhr sorgen, wenn der CO2 -Gehalt in der Luft zu hoch wird. Durch die neue Technik wird auch erreicht, dass nicht mehr 25 000, sondern nur noch 17 000 Kubikmeter Luft ausgetauscht werden müssen. Und durch moderne Wärmetauscher und ein Wärmerückgewinnungssystem werde zusätzlich Energie eingespart, ergänzt der Immobilienexperte im Rathaus. 

Bis Anfang September sollen die derzeit laufenden Arbeiten in der Sporthalle abgeschlossen sein. Nach der daran abschließenden Grundreinigung könne die Halle dann ab Mitte September wieder genutzt werden, steckt Grau den Zeitplan für die nächsten Wochen ab. 

Auch die Fassade wird noch erneuert

Die Erneuerungen von Heizung, Beleuchtung und Lüftung sind aber nur drei Bausteine des Vorhabens, die in die Jahre gekommene Sporthalle zu modernisieren. Ein weiterer, der damit im engen Zusammenhang steht, ist die Erneuerung der Fassadendämmung. 341 000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan der Stadt bereit, nachdem der Bau- und Liegenschaftsausschuss den Plan, die alte Fassade stehen zu lassen und nur neu zu verkleiden, ad acta gelegt hat. Nun soll die Halle doch eine komplett neue Fassade erhalten. Eigentlich hätte das auch schon in diesem Jahr passieren sollen, allerdings ist der Stadt die Zeit davongelaufen. 

Immerhin ist die Ausschreibung dieser Arbeiten mittlerweile vorbereitet. Peter Guido Grau geht aber davon aus, dass diese umfangreichen Arbeiten erst im nächsten Jahr ausgeführt werden.

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