Moderate Änderungen im Schützenfest-Ablauf

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Die noch amtierenden Regenten des Werdohler Schützenvereins – Devin Ziss und Jessica Muhl (im Bildvordergrund) – werden am Kindertanz teilnehmen, der in diesem Jahr dem Festablauf erstmals hinzugefügt wurde.

Werdohl - Bereits im Herbst vergangenen Jahres angeregt und in der Frühjahrsversammlung beschlossen: Das 187. Schützenfest des Werdohler Schützenvereins wird in einigen Punkten geändert. Dramatisch fallen diese Korrekturen zum Festablauf nicht aus.

Neu ist allerdings: Auch in Werdohl müssen im Sinne des Schutzes vor Terroranschlägen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. An drei Punkten im unmittelbaren Umfeld des Festzeltes und Kirmesplatzes werden feste beziehungsweise mobile Sperren durch Lastwagen und einen schwer beladenen Container eingerichtet – an der Goethestraßen-Zufahrt an der Volksbank, an der Einmündung Altes Dorf und im Bereich Lennewiese/Bolzplatz.

Die Ehrenmitglieder Dieter Zoppa (links) und Peter Werdes freuen sich augenscheinlich schon sehr auf den Jahreshöhepunkt.

Der eigentliche Verlauf des größten Werdohler Volksfestes sieht vor, dass zum Auftakt am Freitag, 30. Juni, ab 18 Uhr am Mahnmal an der Freiheitstraße zunächst ein Gottesdienst und dann die Flaggenhissung vorgesehen sind. Danach sollen im Ludwig-Grimm-Park Beförderungen ausgesprochen sowie Auszeichnungen und Medaillen vergeben werden, bevor es zur traditionellen Kranzniederlegung am Mahnmal kommt. Es folgt ein kleiner Umzug zum Festzelt.

Die Bedenken von Ehrenmitglied Peter Werdes in der abschließenden Sitzung des erweiterten WSV-Vorstandes und Beirates im Restaurant Vier Jahreszeiten, dass die genannten Auszeichnungen ausgerechnet an einem Ort vorgenommen werden sollen, an dem an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert wird, wurde von den übrigen Anwesenden nicht geteilt. Die Auszeichnungen fanden in vielen Vorjahren an selber Stelle statt. Und so bleibt bei der Zeremonie, die seit dem Schützenfestumzug von der Dammstraße in die Stadtmitte gepflegt wird.

Ab 21 Uhr soll dann am Freitagabend die Zeltparty am Lennestrand ins Rollen kommen. Bis zum Startschuss sorgt der Musikzug des Versetaler Schützenvereins für Unterhaltung. Danach übernimmt die Party-Power-Band Radspitz das Kommando im Zelt, das im Gegensatz zu den vergangenen Jahres etwas verkleinerte Maße haben wird. Radspitz sind in Werdohl bereits bestens bekannt. Unter anderem sorgten sie beim Schneegestöber im Festsaal Riesei für beste Stimmung.

Mit einem „bunten Bürger-Nachmittag“ soll der zweite Festtag am Samstag, 1. Juli, ab 15 Uhr eröffnet werden. Gedacht ist er für alle – jedoch insbesondere für Senioren –, denen Kaffee und Kuchen serviert werden soll. Das Programm sieht auch den Auftritt eines Alleinunterhalters vor.

Ab 19 Uhr setzt sich dann am frühen Samstagabend vom Brüninghaus-Platz aus ein Umzug zum Festzelt in Bewegung, wo eine Stunde später der traditionelle Kommers mit Gastrednern und Ehrungen stattfindet. Zum Finale gibt es den Großen Zapfenstreich unter musikalischer Beteiligung der Schützenkapelle Kreuzberg und des Spielmannszuges Borgeln. Die Band Schlussakkord soll im Anschluss an das formelle Programm dafür sorgen, dass mit reichlich Schwung getanzt werden kann.

Die Plakate mit der Festfolge zum 187. Werdohler Schützenfest sehen ein strammes Programm vor.

Der Schützenfest-Sonntag – 2. Juli – verläuft weitestgehend wie im vergangenen Jahr. Allerdings: Die bisher üblichen Ständchen der verpflichteten Musikformationen fallen aus Kostengründen aus. Abgesehen davon, dass die Kapelle Kreuzberg ab 11 Uhr auf dem Brüninghaus-Platz einen Morgengruß entbietet: Neu ist, dass der Malteser Hilfsdienst ab 12 Uhr im Zelt zur Gulaschsuppe einlädt; pro Teller für vier Euro. Oberst Andreas Schreiber gab dabei den Rat, man möge die gewünschten Portionen rechtzeitig bestellen, damit die Malteser Planungssicherheit bekommen und am Ende niemand leer ausgeht.

Der Sonntagnachmittag steht ganz im Zeichen des großen Festzuges. Er setzt sich nach der Königsparade vom Rathaus aus über Goethe-, Tal- und Freiheitstraße in Bewegung. Von dort geht es weiter über die Bahnhofstraße, Stadtbrücke und vorbei am Busbahnhof zurück in Richtung Festzelt. Eine andere Streckenführung wurde von den Behörden nicht genehmigt.

Im Gegensatz zur Stadtbrücke wird die Rathausbrücke nicht beflaggt sein. Straßen.NRW hatte untersagt, am neu installierten Geländer Hülsen für die Fahnenmasten anzubringen. Nach dem Einzug ins Festzelt wird dort ein Konzert unter Beteiligung aller Musikformationen stattfinden, die im Umzug mit von der Partie waren. Neu ist: Es wird dann ein Kindertanz angeboten, an welchem die Majestäten teilnehmen.

Das Finale des 187. Schützenfestes steht am Montag, 3. Juli, dann ganz im Zeichen des Regiments- und Jungschützen-Vogelschießens am Festplatz – begleitet durch den Versetaler Musikzug. Stellvertretend für den Bundespräsidenten wird die Bürgermeisterin gegen 9.30 Uhr den ersten Schuss auf den Vogel abgeben. Was dann passiert und ob der vorgegebene Zeitplan eingehalten werden kann, muss sich zeigen. Die Proklamation jedenfalls ist gegen 13.30 Uhr im Zelt geplant. Sicher ist: Der Regimentskönig wird von der 1. Kompanie gestellt, und dort – so hieß es – gibt es auf jeden Fall regierungswillige Kandidaten. Das gilt übrigens auch für die Jungschützen.

Während nach der Proklamation die Gäste im Zelt durchgängig mit Musik und Tanz unter der Regie des DJ Marc Kiss bei Stimmung gehalten werden sollen, ist Zeit für die neuen Regenten, ihre Königinnen und den Hofstaat, sich aufzuhübschen.

Ab 18 Uhr heißt es dann Abmarsch ab Rathaus zum Zelt. Dort soll um 19 Uhr der traditionelle Königsball stattfinden. Nach Einbruch der Dunkelheit folgt zum Schützenfestabschluss ein großes Höhenfeuerwerk.

An allen Schützenfesttagen sorgt die Kirmes wie üblich für reichlich Unterhaltung – jeweils ab 14 Uhr; nur montags beginnt der Rummel schon um 11 Uhr.

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