Modenschau im NHZ Regenbogen: Festliches und Lässiges

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Ein lila Hemd, darüber ein schwarzer Poncho: Kim (links) präsentiert festliche Kleidung für die Feiertage. Susanne Heinrich (rechts) meint, da fehle dann nur noch eine Perlenkette.

WERDOHL - „Ja und?“, fragte die Seniorin ihre Freundin. „Ich wollte trotzdem gerne mal gucken“, schob sie erklärend hinterher. Ihre Bekannte hatte sie gerade darauf hingewiesen: „Du hast doch noch gute Pantoffeln.“ Dennoch begutachtete die Angesprochene die Hausschuhe vom heimischen Unternehmen Moden Remscheidt.

Zuvor hatte Susanne Heinrich von Moden Remscheidt – unterstützt von den drei jungen Werdohlerinnen Kim, Maureen und Tatjana, die als Models fungierten – bei einer viertelstündigen Modenschau im Nachbarschaftshilfezentrum (NHZ) Regenbogen in Pungelscheid die aktuelle Kolletkion vorgestellt.

„Hör mal“, rief eine der anwesenden gut 30 Seniorinnen einem der drei Models zu, „dreh’ Dich mal, wir wollen auch was sehen.“ Freudestrahelnd tat Kim das dann auch. Moderatorin Heinrich unterstrich: „Mit einer Perlenkette dabei sind Sie schon gerüstet für Weihnachten.“ Kim trug ein festlich wirkendes Hemd und einen Poncho darüber.

Dann kam Stimmung unter den Seniorinnen im Publikum auf. Sie jauchzten amüsiert, denn Model Tatjana trat im blauen Nachthemd hervor. Heinrich kommentierte das Ganze: „Wenn Sie mal einen Gammeltag machen möchten, kann man auch so durchs Haus laufen.“

Und schon kam Maureen durch die Tür. „Das nenne ich unser Betrügerli“, flachste Heinrich. Sie meinte nicht das junge Model, sondern deren Oberbekleidung. „Es sieht aus wie zwei Teile, aber die Sachen sind zusammengenäht“, verriet die Moderatorin. Eine Zuschauerin seufzte und sagte: „Oh, das sieht aber toll aus.“

Erneuter Auftritt von Kim: Ganz nebenbei erklärte Heinrich: „Die meisten Hosen bei uns haben einen Gummizug. Das heißt, Sie können auch mal ein Stück Kuchen mehr essen.“ Wissend nickten die Seniorinnen im NHZ-Saal, die dieser Premiere beiwohnten. Moden Remscheid präsentierte seine Waren erstmals an diesem Ort. Der Bedarf scheint da zu sein.

Denn dann war die Modenschau vorbei. Zwar zögerten die Seniorinnen zunächst etwas, doch dann drängten immer mehr von ihnen zu den Tischen und mobilen Garderobenstangen sowie Schuhschränken.

Immer begeisterter nahmen sie die Kleidung unter die Lupe. Erste Einkäufe wurden rasch getätigt. „Die haben aber eine große Auswahl“, freute sich eine Seniorin. „Irre“, pflichtete die nächste ihr bei.

Susanne Heinrich probierte derweil mit einer potenziellen Kundin geduldig Straßenschuhe, erkundigte sich, ob diese auch bequem seien. Kim, Maureen und Tatjana hatten sich unterdessen umgezogen. Sie trugen wieder ihre eigenen Sachen.

Von Michael Koll

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