Biz mobil in der Realschul-Aula

Berufsberaterin Kersten Alameddine hilft den Jugendlichen gerne weiter. Sie freut sich auch auf erwachsene Ratsuchende.

WERDOHL - „Man kann auch Bürgermeister werden, wenn man die Realschule besucht hat,“stellt Werdohls Erster Bürger Siegfried Griebsch fest. Er lächelt den Neuntklässlern ermutigend zu – und betont, dass es sehr wichtig sei, frühzeitig über die Wahl des passenden Berufes nachzudenken.

Von Carla Witt

Informieren können sich alle Schüler – und nicht nur sie – seit Montag im mobilen Berufsinformationszentrum (Biz-mobil) der Agentur für Arbeit.

Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Biz – es macht bis einschließlich Dienstag, 18. Februar, Station in der Aula der Realschule – war Griebsch gestern auf dem Köstersberg zu Gast. „Ich war ratlos und wusste nicht genau, was ich nach der Schule machen sollte“, erzählte Griebsch. Eigentlich habe er sich in Richtung Radio- oder Fernsehtechnik orientieren wollen, sei dann aber, „weil andere Mitschüler dort anfingen“ – eher zufällig – in der Verwaltung gelandet. „Ich beneide Euch ein wenig um die Möglichkeit, die sich Euch jetzt hier bietet“, lobte der Werdohler Verwaltungschef das Biz als Informationsquelle: „Das ist eine super Gelegenheit, um Euch zu informieren.“

Das betonte auch Berufsberaterin Kersten Alameddine. „Das Biz ist die richtige Anlaufstelle für alle, die sich beruflich orientieren oder auch weiterbilden wollen.“ Dass bei den Realschülern noch Informationsbedarf besteht, stellte sich schon bei den Antworten auf Alameddines Frage nach den jeweiligen Wunschberufen heraus. Sie erklärte den Jugendlichen daraufhin, dass Immobilienmakler kein Ausbildungsberuf und ein Studium für den Beruf der Industriekauffrau nicht erforderlich sei. „Da gibt es leichtere Wege, um ans Ziel zu gelangen. Darüber können wir gleich sprechen“, erläuterte Alameddine einer Schülerin.

„Hier im Biz könnte Ihr Euch über wichtige Fragen in Zusammenhang mit der Berufswahl informieren,“ betonte die Berufsberaterin. Fragen bezüglich der Voraussetzungen für den Traumberuf, die möglichen Lernorte und den Verdienst während der Ausbildung würden umfassend beantwortet. Und das Thema Studium komme ebenfalls nicht zu kurz. „Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ans Ziel kommt. Denn mittlerweile gibt es oftmals viele Wege,“ sagte Alameddine.

Besonders wichtig sei, die persönlichen Stärken der Jugendlichen bei der Berufswahl zu berücksichtigen. Ebenso wichtig sei es aber, einen „Plan B“ parat zu haben. „Jeder hat mal ein schlechtes Jahr in der Schule. Bei dem einen wirkt sich das auf die Noten aus, bei dem anderen nicht. Sollte aber etwas schief gehen, dann seid Ihr auf der sicheren Seite, wenn Ihr eine Alternative griffbereit habt,“ unterstrich die Berufsberaterin.

Das BiZ-mobil ist montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Die Vormittage sind für Schulklassen reserviert, nachmittags sind jedoch alle Interessierten – auch Berufstätige – in der Realschul-Aula willkommen. Berufsberaterin Kersten Alameddine steht den Besuchern gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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