Mitreißendes Mitmach-Konzert

Die Kinder waren begeistert.

WERDOHL ▪ „Superrrrr...“, Mario Argandoña vom Trommelzauber-Team ließ am Samstagnachmittag das „R“ rollen wie kein Zweiter. Der gebürtige Chilene fesselte kleine wie große Besucher mit seinem Mitmach-Trommel-Konzert auf dem Brüninghausplatz. Das 24. „Werdohl International“ nahm die Gäste diesmal mit auf eine von Rhythmus, Gesang und Tanz geprägten Reise ins ferne Afrika, die beim Publikum hervorragend ankam.

„Wir haben das Fest diesmal etwas verändert“, begrüßte Bürgermeister Siegfried Griebsch die zahlreichen Werdohler. In den vergangenen Jahren sorgten stets die Vereine griechischer und türkischer Landsleute für ein buntes Unterhaltungsprogramm auf der Bühne. Doch den Verantwortlichen von „Werdohl International“ kam der Gedanke, dass es auf der Erde noch eine ganze Menge anderer Länder gibt, die im Rahmen der Open-Air-Veranstaltung gewürdigt werden könnten. Und so fiel die Wahl diesmal auf Afrika.

Bei der musikalischen Reise seien aber nicht nur die Kinder gefragt, forderte das Stadtoberhaupt auch die Erwachsenen auf, sich aus dem Trommelzauber-Bus ein Rhythmusinstrument zu holen. Wer der Bitte anfangs doch nicht nachkam, dem kribbelte es aber schon nach kurzer Zeit in den Fingern. An diesem Nachmittag keine Trommel vor sich zu haben, war fast unmöglich. Mario Argandoña riss das Publikum mit seinem lateinamerikanischen Temperament mit. „Passt mal auf. Ich habe Flugtickets nach Afrika dabei“, sagte der Musiker und schon ertönten Motorengeräusche aus den Lautsprechern. Einsteigen, anschnallen, abfliegen – mit dem ersten Lied verging die Reise auf den schwarzen Kontinent „wie im Flug“. Das Zirpen von Grillen nach der „Landung“ war das untrügliche Zeichen dafür, am Zielort angekommen zu sein. „Wie trommeln Elefanten und wie trommeln Affen, wenn Gefahr im Anmarsch ist?“, fragte Mario Argandoña. Noch hatte das Publikum davon keine Ahnung, doch der Musiker teilte gerne sein Können und seine Erfahrung mit den vielen Trommelzauber-Kindern beim Mutmach-Lied „Mamasimbalala“. „Wer heute schon einmal was gegessen hat, darf drei Mal so laut singen“, spornte Mario Argandoña den Nachwuchs an, der dieser Aufforderung natürlich im Handumdrehen nachkam. Nach diesem mächtigen Trommelwirbel mussten die „Afrika-Reisenden“ ihre Emotionen ein wenig zügeln – beim „Anschleichen der Löwen“ waren ruhigere Rhythmen auf die Trommel zu schlagen.

Kurz vor dem „Rückflug“ ging es aber noch einmal tierisch wild auf dem Brüninghausplatz zu. „So, wir sind eingelanden zu einem Fest“, informierte Mario Argandoña sein Publikum, um mit ihm kurz darauf den afrikanische Vogel- und Gorillatanz einzustudieren. Viel zu schnell ging die musikalischen Phantasiereise nach Afrika zu Ende. „Ahasumsummamak – das habt ihr toll gemacht“, verabschiedete sich Mario Argandoña – natürlich mit einem Lied.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare